In geheimen Dokumenten weist das Bundeskriminalamt (BKA) auf ein Drohschreiben der Antifa hin. In diesem fordern die Linksterroristen dazu auf, Privatadressen von Polizisten, Richtern und Staatsanwälten zu sammeln, um diese in ihrem privatem Umfeld zu überfallen und anzugreifen. Die Spur führt ins Milieu der Hammerbande.
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in einem internen Schreiben auf die Gefährdung von Polizisten durch die linksextreme Szene hingewiesen. Das Dokument, das als „VS – nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, liegt der Redaktion vor. Es stammt vom 3. März 2026 und bezieht sich auf ein am 24. Februar auf dem linksextremen Szeneportal „Indymedia“ veröffentlichtes Drohschreiben.
Darin hatte eine Gruppierung mit dem Namen „Antifa united“ unter der Überschrift „Auch Bullen haben Namen und Adressen – kein Vergeben, kein Vergessen!“ geschrieben: „Solidarität alleine reicht nicht mehr. Wir müssen von der Defensive in den Angriff gegen diesen faschistoiden Staat gehen und deren Vertreter. Kein Bulle darf sich sicher fühlen, kein Staatsanwalt, kein Richter, keine sonstigen Vertreter!“ Das Schreiben rief Linksextremisten dazu auf, Daten wie Namen, Adressen und Autokennzeichen zu sammeln.
BKA verweist auf „Budapest-Komplex“
In seiner Lagebeurteilung stellt das BKA zwar fest, dass ihm keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung für einzelne Personen im Sachzusammenhang vorlägen. Das linksextreme Drohschreiben führe auch „zu keiner pauschalen Gefährdungserhöhung für Polizisten, Staatsanwälte oder Richter“.
Allerdings warnt die Behörde, der Beitrag sei grundsätzlich dazu geeignet, linke Gruppierungen dazu zu motivieren, etwa Polizisten auszuspähen, sie zu „outen“ und Eigentum zu beschädigen. Besonders gefährdet sind demnach Personen, die in einem beruflichen Zusammenhang mit laufenden Strafverfahren gegen Linksextremisten aus dem „Budapest-Komplex“ stehen.
In diesen Fällen seien sogar Brandstiftungen an privaten Autos potentieller Opfer vorstellbar. „In Abhängigkeit von dem tatsächlichen Emotionalisierungs- sowie Radikalisierungsgrad der möglichen Täter(-gruppierungen) sind auch Bedrohungs- bzw. Nötigungsdelikte sowie etwaige körperliche Angriffe zum Nachteil der betroffenen Person(en) zumindest denkbar.“
Beitrag wurde schnell wieder gelöscht
Mit dem „Budapest-Komplex“ sind derzeit laufende Strafverfahren gegen mehrere Linksextremisten gemeint, denen vorgeworfen wird, 2023 in Budapest Rechtsextremisten aus politischen Gründen überfallen und schwer verletzt zu haben. Teil des Komplexes ist auch Simeon „Maja“ T., der in Ungarn in Haft sitzt und dessen Auslieferung nach sowie Verurteilung in Ungarn derzeit eines der wichtigsten Mobilisierungsthemen der linksextremen Szene in Deutschland ist.
Darauf nimmt auch das Schreiben bei „Indymedia“ Bezug. Das BKA merkt an, dass der Beitrag lediglich zwei Stunden abrufbar gewesen sei. Über den Grund der Löschung lägen keine Erkenntnisse vor. Die Behörde weist darauf hin, dass in der Vergangenheit die abstrakte Gefährdung für Polizisten, insbesondere solche die mit Linksextremismus befasst sind, erhöht worden sei.

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