Eine neue Studie belegt, wie rasant sich muslimisch geprägte No-go-Areas ausbreiten. Die migrantische Landnahme hat vielerorts ein erschreckendes Ausmaß angenommen und der Staat die Kontrolle längst verloren.
Sommer 2025 in Frankreich. Plötzlich sind städtische Schwimmbäder und Wasserparks in ganz Frankreich aufgrund wiederholter Ausschreitungen durch Gruppen von Jugendlichen aus No-go-Areas gezwungen, zu schließen. In einem Fall wurde ein neuer Wasserpark in Le Mans nur wenige Stunden nach der Eröffnung evakuiert, nachdem es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit 200 bis 300 Jugendlichen gekommen war, die mit Eisenstangen und Steinen bewaffnet waren, das Sicherheitspersonal angriffen und eine Welle öffentlicher Unruhen auslösten. Das Personal beschrieb den Ort angesichts der Intensität der Drohungen und körperlichen Aggressionen als vergleichbar mit „Bagdad“.
Ähnliche Vorfälle wurden in Städten wie Lyon, Toulouse, Tours, Colmar und Straßburg während der Hitzewellen im Sommer dokumentiert. An diesen Vorfällen sind häufig kleine Gruppen von Jugendlichen aus demselben städtischen Umfeld beteiligt, die gemeinsam handeln und sich oft über soziale Medien koordinieren, um sich zu mobilisieren.
„Das Ausmaß an Gewalt und Feindseligkeit gegenüber Autoritätspersonen (Rettungsschwimmer, Sicherheitskräfte, Vermittler) unterstreicht, wie sich der Verfall des bürgerlichen Verhaltens und die territoriale Ausgrenzung von Gruppen ausbreiten können“, beschreibt die Studie der Stiftung New Direction, einer politischen Denkfabrik, die der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer im Europäischen Parlament nahesteht, die vielfältigen Probleme aus sogenannten „No-go-Areas“ in Westeuropa. Es sollen weitere folgen.
Anwohner fürchten sich, aus dem Haus zu gehen
Oktober 2025 in Villaverde, einem Distrikt im Süden Madrids. Ein Stadtteil, der seit Jahren mit Kriminalität zu kämpfen hat, sieht sich einer neuen Welle des Terrors gegenüber, ausgelöst durch eine Drogenwohnung, die die Anwohner in Angst und Schrecken versetzt, erklärt die TV-Station Telemadrid. Dieser Drogenumschlagplatz habe eine gefährliche kriminelle Bande angezogen, deren Anführer wegen Mordes an seiner Frau sieben Jahre im Gefängnis gesessen habe: „Als er im Gefängnis war, herrschte für die Gemeinde eine Zeit des Friedens.“
Die Anwohner leben nun wieder laut Telemadrid in ständiger Angst. So sei beispielsweise einer von ihnen mit einer Pistole bedroht worden. Die Atmosphäre der Einschüchterung sei unerträglich geworden. Das Gefühl der Unsicherheit werde durch einen deutlichen Anstieg von Einbrüchen und Übergriffen auf ältere Menschen noch verstärkt.
Die Lage sei so kritisch, dass einige Anwohner sich fürchten, nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße zu gehen. Sie beklagen erneut den Verfall eines Stadtviertels, das dringend wirksame Lösungen benötigt, um die Sicherheit und Ruhe wiederherzustellen. Nur einige Beispiele aus sogenannten „No-go-Areas“ in Westeuropa.
In Europas Städten lässt die öffentliche Sicherheit nach
Der Bericht der Stiftung New Direction versucht nun, diese Debatte auf eine systematische Grundlage zu stellen und ersetzt den zugespitzten Begriff durch ein Bündel messbarer Kriterien. „Die Verbreitung solcher Gebiete umfasst sowohl große Vorstädte als auch Stadtteile in mittleren und kleineren Städten und weist damit auf eine breite und wachsende territoriale Entwicklung innerhalb Europas hin“, heißt es in der Studie.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich in europäischen Städten Räume herausgebildet haben, in denen staatliche Ordnung, soziale Integration und öffentliche Sicherheit gleichzeitig nachlassen. Der Bericht geht davon aus, dass es europaweit mehrere hundert bis rund eintausend Gebiete gibt, die zentrale Merkmale solcher Problemräume aufweisen. Gemeint sind größere Stadtteile, in denen sich verschiedene Belastungsfaktoren überlagern und sich gegenseitig verstärken.
Mischung aus erhöhter Kriminalität und schwachen Bildungsergebnissen
Die Autoren ersetzen den politisch geprägten Begriff durch ein Indikatorensystem. Drei Bereiche stehen im Zentrum: Kriminalität und Gewalt, Grad der sozialen und kulturellen Abschottung sowie die Präsenz staatlicher Institutionen. Ein Gebiet gilt dann als besonders problematisch, wenn in mindestens zwei dieser Bereiche Werte erreicht werden, die deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen. Der Bericht spricht von Vierteln, in denen „mehrere Grenzwerte überschritten sind, staatliche Strukturen zurückweichen und sich parallele Gesellschaften herausbilden“.
„Diese Gebiete sind gekennzeichnet durch eine Kombination aus erhöhter Kriminalität, überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit, schwachen Bildungsergebnissen und Anzeichen sozialer sowie kultureller Abschottung“, heißt es. Der Maßstab ist hoch angesetzt. In der Regel müssen die Werte mindestens doppelt so hoch sein wie im Durchschnitt der EU-Mitgliedsländer. Erst die gleichzeitige Häufung mehrerer Auffälligkeiten führt zur Einstufung als besonders belastetes Gebiet. Damit wird deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um strukturell verdichtete Problemlagen.
No-go-Areas liegen in Gebieten mit vielen Moslems
Ein zentraler Befund betrifft die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil von im Ausland geborenen Einwohnern liegt in den untersuchten Vierteln bei etwa 40 Prozent und damit deutlich über dem europäischen Mittel. Diese Konzentration wird als wesentlicher struktureller Faktor hervorgehoben. „Die Entwicklung der Einwanderung in Europa und die Entstehung von Gebieten mit hoher Kriminalität und schwacher staatlicher Präsenz verlaufen seit den 1970er Jahren in vergleichbarer Weise und deuten auf eine parallele Dynamik hin“, schreiben die Autoren.
Ergänzend wird die religiöse Zusammensetzung betrachtet. In den analysierten Gebieten liegt der Anteil muslimischer Einwohner im Durchschnitt bei rund 29 Prozent. Die Autoren sprechen von einer klar erkennbaren räumlichen Ballung: „Die muslimische Bevölkerung ist in den identifizierten Gebieten deutlich überrepräsentiert, was auf eine räumliche Konzentration hinweist, die sich von vergleichbaren städtischen Räumen außerhalb dieser Zonen unterscheidet.“
Beide Entwicklungen haben sich über Jahrzehnte hinweg parallel entfaltet und verstärkt. Besonders ausführlich fällt die Analyse am Beispiel Schwedens aus. Dort stützt sich der Bericht auf Auswertungen von Gerichtsakten durch die Universität Lund. Demnach wurden in den Jahren 2000 bis 2020 nahezu zwei Drittel der wegen Vergewaltigung verurteilten Täter als Einwanderer der ersten oder zweiten Generation erfasst. Ergänzend enthält das Dossier statistische Berechnungen, die auf einen sehr hohen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsstruktur und bestimmten Delikten hinweisen.
Ein Problem kommt selten allein
In den untersuchten Stadtvierteln treten mehrere Problemlagen gleichzeitig auf: erhöhte Kriminalität, geringere staatliche Präsenz und eine ausgeprägte soziale Abschottung. „In besonders ausgeprägten Fällen ist die staatliche Präsenz eingeschränkt, während informelle oder alternative soziale Strukturen an Einfluss gewinnen.“ Die räumliche Konzentration dieser Entwicklungen ist kein Randphänomen. Vielmehr zeigen sich ähnliche Muster in mehreren EU-Staaten. Unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen führen dabei zu vergleichbaren Ergebnissen: soziale Verdichtung, institutionelle Überforderung und eine zunehmende Abkopplung einzelner Stadtteile vom staatlichen Ordnungsgefüge.
Genannt werden die französischen Gemeinden Saint-Denis/Aubervilliers (Stadteil Franc Moisin), Grenoble (Mistral) und Marseille (La Castellane), Rom (Bahnhof Roma Termini), Turin (Aurora) und Mailand (Quarto Oggiaro) in Italien. In Belgien Brüssel (Molenbeek) sowie Antwerpen (Borgerhout), in Schweden Malmö (Rosengård) und Göteborg (Angered), in Spanien die Städte Barcelona (Raval) und Madrid (Villaverde), in den Niederlanden Rotterdam (Feijenoord) und Den Haag (Schilderswijk). Last but not least Duisburg-Marxloh und Berlin-Neukölln sowie Köln-Chorweiler, die nach den Kriterien der Studie ähnliche Strukturmerkmale aufweisen.
Auffällig ist zudem die Stabilität dieser Strukturen. Einmal entstandene Milieus verfestigen sich über Jahre hinweg. Soziale Netzwerke, wirtschaftliche Abhängigkeiten und kulturelle Bindungen tragen dazu bei, dass sich diese Räume nur begrenzt verändern. Dadurch entstehen abgeschlossene Strukturen, die sich dem Einfluss staatlicher Institutionen teilweise entziehen. Die Untersuchung beschreibt damit weniger ein kurzfristiges Sicherheitsproblem als vielmehr eine langfristige Entwicklung. Sie verweist auf Prozesse, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben und nicht ohne weiteres umkehrbar sind.
Wie entwickelt sich die Rolle des Staates
Im Zentrum steht die Frage, wie Integration unter Bedingungen zunehmender räumlicher Verdichtung und sozialer Abschottung organisiert werden kann und welche Rolle staatliche Institutionen dabei künftig einnehmen. Hinzu kommt, dass die untersuchten Gebiete häufig eine ausgeprägte Binnenstruktur aufweisen. Lokale Netzwerke, familiäre Bindungen und informelle wirtschaftliche Beziehungen sorgen dafür, dass sich bestimmte soziale Muster verfestigen. Diese Stabilität erschwert staatliche Eingriffe und verlängert die Dauer bestehender Problemlagen.
Der Bericht verweist zudem darauf, dass sich staatliche Institutionen in solchen Vierteln nicht vollständig zurückziehen, ihre Wirksamkeit jedoch eingeschränkt sein kann. Polizeiliche Maßnahmen, schulische Angebote und soziale Programme stießen dort teilweise auf strukturelle Grenzen. Dies führe zu einer Situation, in der formale staatliche Präsenz vorhanden sei, ihre Durchsetzungskraft jedoch abnehme. Man könne auch von Parallelgesellschaften sprechen.
„Endlich das Problem auch als Problem ansehen“
Auch die wirtschaftliche Dimension spiele eine Rolle. In vielen der untersuchten Gebiete sei die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch, gleichzeitig entstünden informelle Erwerbsstrukturen. Diese trügen zur Stabilisierung lokaler Gemeinschaften bei, entzögen sich jedoch häufig der staatlichen Regulierung und Kontrolle. Sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen, sei das wahrscheinlichste Szenario eine fortschreitende Fragmentierung des städtischen Raums, wachsender Separatismus und die Normalisierung von Enklaven, die von alternativen Normen beherrscht werden.
Doch wie kann die sich verschärfende Dynamik gestoppt werden? Mit mehreren Punkten will die EKR die Probleme lösen: Sie will das Problem benennen und anerkennen, massive Migrationsströme stoppen, öffentliche Investitionen reduzieren, Abschiebungen von illegalen Einwanderern sowie unproduktiven oder gewalttätigen legalen Einwanderern wirksam umsetzen, die Kontrolle über Einbürgerungsprozesse zurückgewinnen, die öffentliche Ordnung in den verlorenen Gebieten wiederherstellen und den politischen Islam und ausländische Einmischung bekämpfen.
Zudem soll die die EU-Zusammenarbeit als Hebel genutzt werden: „Eine verstärkte Zusammenarbeit auf europäischer Ebene ist unerlässlich, um Bedrohungen durch transnationale radikale Gruppen und ethnische Mafiagruppen wirksam zu bekämpfen. Die Einrichtung einer speziellen Europol-Taskforce, wie sie in einem aktuellen Europol-Bericht (2022)254 vorgeschlagen wird, würde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch von Erkenntnissen erheblich verbessern. Die Schaffung einer einheitlichen, robusten europäischen Datenbank für Radikalisierungsdaten, die in ein erweitertes Schengener Informationssystem integriert ist, ist für proaktive Prävention und gezielte Interventionen unverzichtbar.
Eine weitere Option besteht darin, koordinierte Diplomatie und Beschränkungen des Zugangs zum europäischen Markt einzusetzen, um widerspenstige Länder dazu zu zwingen, Visa für Ausweisungen zu erteilen.“
Automatischer Entzug der Staatsbürgerschaft
Außerdem schlägt die EKR die Einführung moderner technologischer Instrumente vor: „Hier kann der Einsatz fortschrittlicher digitaler Überwachungsinstrumente und der Luftüberwachung mittels Drohnen, inspiriert von ausgefeilten israelischen Techniken zur Terrorismusbekämpfung, die öffentliche Sicherheit und die operative Effektivität erheblich stärken. Solche Systeme könnten direkt in No-go-Areas eingesetzt werden, um wiederholt auftretende Unruhestifter zu identifizieren.“
Schließlich bräuchte es einen automatischen Entzug der Staatsbürgerschaft für im Ausland geborene Straftäter sowie die Einführung umfassender staatlicher Anreize zur Umsiedlung anderer Bevölkerungsgruppen. „Es stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, um neue Einwohner zu gewinnen. Setzen Sie finanzielle und steuerliche Anreize ein, um neue Zielgruppen (insbesondere junge Paare, Haushalte der Arbeiterklasse oder Fachkräfte) in wiederzubelebende Stadtteile zu locken. Dazu könnten Mietzuschüsse, Steuergutschriften oder bevorzugter Zugang zu öffentlichen Arbeitsplätzen und Wohnraum in diesen Gebieten gehören.“

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