In Bad Klosterlausnitz in Thüringen wurde eine 22-jährige Frau auf einem Maibaumfest von mehreren Migranten in einen Hinterhof geschleift und brutal vergewaltigt. Ein Syrer sitzt in Untersuchungshaft. Ein Iraker befindet sich auf der Flucht.
Die 22-Jährige war am Dienstag gegen 2 Uhr „teilweise unbekleidet“ aufgefunden worden, erklärte die Polizei. Die Frau soll in einem Hinterhof in Bad Klosterlausnitz (Saale-Holzland-Kreis) ganz in der Nähe des Marktplatzes gelegen haben. Am Abend wurde nach dem traditionell späten Maibaumsetzen dort eine Party mit Band in einem Festsaal gefeiert.
Zeugin wählte den Notruf
Eine Zeugin hatte das Opfer gefunden und den Notruf gewählt. Sie war es auch, die den Ermittlern beim Eintreffen von dem sexuellen Übergriff auf die Frau erzählte. Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, soll es sich konkret um eine Vergewaltigung gehandelt haben.

Auf dem Markt hätten sich in der Nacht nach dem Fest noch Dutzende Menschen aufgehalten, die zunächst allesamt befragt wurden. Beamte sicherten stundenlang Spuren. Eine Gruppe von Migranten geriet schließlich in den Fokus der Polizei.
Ermittlungen gegen vier Migranten
„Es wird derzeit gegen vier Tatverdächtige ermittelt“, erklärte der Geraer Oberstaatsanwalt Thomas Riebel am Donnerstag. „Gegen zwei Männer wurden Haftbefehle wegen Vergewaltigung ausgestellt.“

Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei Iraker (26, 29, 30) und einen Syrer (29). Bis auf den 30-Jährigen konnten die Beamten alle vorläufig festnehmen, er ist auf der Flucht. Die beiden jüngeren irakischen Männer wurden kurz nach der Festnahme wieder freigelassen: „Gegen sie konnte der dringende Tatverdacht nicht aufrechterhalten werden“, sagte ein Polizeisprecher.
Für den 29-jährigen Syrer wurde Untersuchungshaft angeordnet. Nach seinem mutmaßlichen Komplizen wird nun gefahndet. Er gilt weiter als dringend verdächtig, gegen ihn läuft ein Haftbefehl.

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