Kanzler-Darsteller Friedrich Merz träumt weiterhin vom großen Krieg gegen Deutschland. CDU-Hinterbänkler debattieren im Bundestag sogar über eine „deutsche Atombombe“. Eine Analyse legt nun jedoch schonungslos offen, dass die Bundesrepublik technisch nicht einmal in der Lage ist, den eigenen Luftraum zu verteidigen.
von Gerhard Emil Fuchs-Kittowski und Prof. Dr.-Ing. Joachim Wernicke
Der Ukraine-Krieg hat der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, wie sehr militärtechnologische Entwicklungen den Krieg an sich und die Kräfteverhältnisse zwischen Konfliktparteien verändert haben. Das gilt insbesondere für die Auswirkungen präziser Hyperschallwaffen sowie billiger und immer weiter reichender Angriffsdrohnen.
Militärtechnische Veränderungen
Eine neue Erkenntnis aus dem Ukraine-Krieg ist die tragende Rolle einerseits von Schwärmen sprengstofftragender Nahbereichsdrohnen, die militärische Großverbände jeder Art sinnlos machen, auch ohne Atomwaffen. Andererseits machen es konventionell bestückte, praktisch nicht abwehrbare mobile Langstrecken-Angriffswaffen möglich, auf Reichweiten von derzeit bis zu etwa 1.000 Kilometern beliebige Ziele metergenau zu treffen und zu zerstören (“Deep Strike”).
Atomwaffen haben dadurch ihre Exklusivität als ultimatives Knock-out-Mittel verloren, sogar für ihr letztes vermeintliches Monopol: die Außerbetriebsetzung tiefer unterirdischer Kommandobunker. Denn mit der Metergenauigkeit der Präzisions-Angriffswaffen reicht es aus, auf die oberflächennahen Kabelknoten der Tiefbunker zu zielen, um die angeschlossenen Geräte in der Tiefe außer Betrieb zu setzen.
In wenigen Jahren werden relevante Militärmächte, die als Hauptwaffen über mobile intelligente konventionelle Langstrecken-Angriffsmittel und über satellitengestützte latenzarme Breitband-Mobilfunknetze verfügen, bei Reichweiten von mindestens etwa 1.000 Kilometern und typischen Nutzlasten um 500 Kilogramm mit hoher technischer Zuverlässigkeit und Durchdringungsfähigkeit gegenüber jeder vorhandenen Flugabwehr an jedem Punktziel bis zur Größe kompakter Gebäude, etwa einem klassischen Zweifamilienhaus, bei einem Volltreffer nur noch einen Krater hinterlassen.
Mit Blick auf russische Ausrüstungen dürften boosterverstärkte, also reichweitengesteigerte Hyperschallraketen, Iskander-M und Ã










