Deutschland

Bunter Silvester-Terror: Ausschreitungen in ganz Deutschland

Bunter Silvester-Terror: Ausschreitungen in ganz Deutschland
Linksextremisten zündeten ganze Straßenzüge in Leipzig an.

In der Silvesternacht ist es in mehreren deutschen Großstädten zu massiven Ausschreitungen gekommen. Besonders in Berlin wurden Polizei und Rettungskräfte gezielt attackiert; es gab hunderte Festnahmen, zahlreiche Verletzte und extreme Einsatzbelastung.

von Günther Strauß

Deutschland ist mit schweren Ausschreitungen, zahlreichen Regelverstößen und Unfällen ins neue Jahr gestartet. Vor allem in Berlin kam es zu gezielten Angriffen auf Polizei und Rettungskräfte, hunderten Festnahmen und mehreren Verletzten. Auch andere Großstädte meldeten Vorfälle. Parallel ereigneten sich schwere Pyrotechnik-Unfälle, darunter mindestens ein tödlicher in Nordrhein-Westfalen.

In Berlin berichteten Polizei und Feuerwehr früh von einer aggressiven Stimmung und außergewöhnlich hoher Einsatzbelastung. In mehreren Stadtteilen – unter anderem in Neukölln, rund um Hermannstraße und Hermannplatz, sowie in Moabit – wurden Einsatzkräfte mit Raketen und Böllern attackiert. Nach Medien- und Behördenangaben gab es über 300 Festnahmen. Mindestens 15 Polizisten wurden verletzt, teilweise durch Knalltraumata. Die Feuerwehr registrierte mehr als 500 Einsätze, zudem kam es zu einem Brand am S-Bahnhof Wedding. Sichergestellt wurden besonders gefährliche Feuerwerkskörper, darunter Kugelbomben; teils ist von improvisierten Abschussvorrichtungen die Rede. Die Polizei rückte schließlich mit Wasserwerfern an. Die Polizei hatte im Vorfeld 220.000 illegale Böller beschlagnahmt.

Auch andere Städte meldeten erhebliche Vorfälle. In Hamburg, vor allem in Steilshoop, wurden Passanten und Einsatzkräfte mit Pyrotechnik attackiert; zunächst war nicht von Verletzten die Rede. In Leipzig registrierte die Polizei mehrere Brände, auch in der Innenstadt, es wurden Barrikaden errichtet. Auch hier wurde die Polizei beschossen und musste sich zurückziehen. In München berichtete die Bild-Zeitung, von anderen Medien mit Quellenangabe aufgegriffen, dass rund 30 Personen Raketen gezielt auf Polizeifahrzeuge abgefeuert haben sollen. In Essen wurden Müllcontainer angezündet, als die Feuerwehr eintraf wurde sie sie mit Raketen beschossen, sodass die Feuerwehr abrücken musste – erst mit einer Hundertschaft der Polizei konnten die Löscharbeiten fortgesetzt werden.

Neben Ausschreitungen kam es zu schweren Feuerwerksunfällen. In Bochum wurde nach einer Explosion in einer Wohnung eine 70-jährige Nachbarin reanimiert und starb später im Krankenhaus; zwei Personen wurden vorläufig festgenommen. Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit illegaler Pyrotechnik. Zudem meldeten mehrere Redaktionen weitere schwere Verletzungen, darunter Hand- und Kopfverletzungen.

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