Wer keine Queerpropaganda für sein Kind will, muss mit Bußgeld rechnen. AfD-Mitglieder dürfen nicht feiern, nicht pfeifen und nach ihrem Tod nicht betrauert werden. Das Ausgrenzen, Canceln und Diskriminieren kennt kein Sommerloch.
An einem Gymnasium im Landkreis Dachau hat es für eine achte Klasse einen Workshop über Geschlechterrollen und Geschlechtsidentität gegeben. Veranstalter war laut Apollo News der Verein diversity München, der sich selbst als queere Jugendorganisation beschreibt und mit dem Projekt diversity@school LGBTIQ+-Propaganda an Schulen bringen will. Der Verein fordert unter anderem, dass in der Geburtsurkunde nicht mehr von „Mutter“ und „Vater“ die Rede sei, sondern von „zwei Eltern(teilen)“. Ferner fordert der Verein, sogenannte queere Themen strukturell im Lehrplan zu verankern, darunter in den Fächern Biologie, Deutsch und Politik. Von Schülern selbst gewählte Namen sollen, gemäß Forderungen des Vereins auf schulischen Dokumenten wie Zeugnissen verwendet werden.
Ein Elternpaar wollte seinen Sohn an der Veranstaltung mit dem umstrittenen Verein nicht teilnehmen lassen, weil es Zweifel an Neutralität, dem benutzten Material und der Methode des externen Partners hatte. Die Eltern fragten nach, wer anwesend sei, ob das Überwältigungsverbot beachtet werde, welche Materialien verwendet werden sollten und auf welcher Grundlage der Verein ausgewählt worden sei. Die Schule gab nur zur Antwort, es handele sich um eine Pflichtveranstaltung. Themen wie Geschlechtsidentität, Rollenbilder und sexuelle Orientierung seien im bayerischen Lehrplan vorgesehen.
Der Schüler blieb der Veranstaltung fern. Daraufhin erhielt der Vierzehnjährige kürzlich Post vom Landratsamt. Ein Bußgeldverfahren gegen den Schüler wurde eingeleitet. Gegen den Schulleiter hatten die Eltern bereits eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingeleitet. Sollte ein Bußgeld verhängt werden, haben die Eltern des Schülers bereits Rechtsmittel angekündigt.
Schiedsrichter in der falschen Partei
Das Ehrenamt in Deutschland ist in der Krise. Überall fehlt der Nachwuchs. Das gilt auch für Schiedsrichter im Fußballsport. In Euskirchen hat man ein Exempel statuiert, wie man mit denen umgeht, die noch übrig sind, wenn die die falsche politische Partei vertreten. Noah Schmuck pfeift Fußballspiele, arbeitet ehrenamtlich im Schiedsrichterwesen und ist Jungschiedsrichterbeauftragter des Fußballkreises. Zugleich engagiert er sich politisch in der AfD, Medienberichten zufolge als Beisitzer im Kreisvorstand. Das genügte, damit nahezu das gesamte Kreissportgericht des Fußballkreises zurücktrat.
Die zurückgetretenen Sportrichter begründeten ihren Schritt mit Vielfalt, Toleranz, Respekt und demokratischer Haltung. Dass ein aktives AfD-Mitglied im Bereich der Jungschiedsrichter tätig sei, wäre mit ihrem Werteverständnis nicht vereinbar. Sie kritisierten auch Kreisvorstand und Schiedsrichterausschuss, weil diese keine organisatorischen Konsequenzen gezogen hätten. Der Verband wiederum sieht offenbar keinen rechtlichen Spielraum, Schmuck allein wegen der Mitgliedschaft in einer nicht verbotenen Partei aus dem Amt zu entfernen.
Über konkrete Fehlleistungen Schmucks als Schiedsrichter oder Funktionsträger ist nichts belegt. Nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers lagen dem Fußballkreis weder von









