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CDU-Politiker spendet 10.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt

CDU-Politiker spendet 10.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt
10.000 Euro und ein Wahlaufruf für die AfD von Ulrich Siegmund: Der CDU-Politiker Bernd Prange (rechts).

Ein CDU-Bürgermeister spendet Ulrich Siegmund eine hohe Summe für den Wahlkampf und ruft offen dazu auf, die AfD zu wählen. Wir wissen, wer der Mann ist, warum er es tut und was er CDU-Ministerpräsident Sven Schulze vorwirft.

von Günther Strauß

Zum Wahlkampfauftakt in Magdeburg am 18. Juli machte AfD-Spitzenkandidat eine aufsehenerregende Bemerkung. Ulrich Siegmund sagte, er habe gerade den Beleg für „eine ganz besondere Spende bekommen in Höhe von 5.000 Euro“. Bei dem Gönner handele es sich um ein „CDU-Kreistagsmitglied in Sachsen-Anhalt, der uns alles Gute wünscht“. Den Namen nannte er nicht. Und die Summe war auch zu niedrig. Tatsächlich sind es 10.000 Euro.

Seitdem herrscht Rätselraten, welcher Unions-Politiker der Konkurrenz von rechts derart großzügig unter die Arme gegriffen haben könnte. Die CDU und Ministerpräsident Sven Schulze stellten sogar in Zweifel, ob es diesen Spender überhaupt gibt. Nach Informationen der Redaktion handelt es sich um Bernd Prange. Er ist CDU-Kreistagsmitglied in Stendal und Ortsbürgermeister in Altmärkische Höhe.

Konservative Werte in CDU nicht mehr vertreten

In seinem „offenen Brandbrief“ an den Landesvorstand der CDU und die Mitglieder in Sachsen-Anhalt, der der Redkation vorliegt, schreibt Prange: „Ich habe in den vergangenen Wochen insgesamt 10.000 Euro an die AfD in Sachsen-Anhalt gespendet – zweimal 5.000 Euro. Das war keine spontane Entscheidung und erst recht keine Leichtfertigkeit. Es war ein bewusster, nach reiflicher Überlegung gefasster Schritt aus tiefer Sorge um unser Land.“

CDU-Politiker spendet 10.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt
Teil des „offenen Briandbriefes“ des CDU-Politikers Bernd Prange.

Der 59-Jährige bezieht sich darin auf seine „konservativen Werte – Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und den Schutz unserer kulturellen Identität“. Diese finde er in der CDU immer weniger vertreten: „Stattdessen erlebe ich eine Partei, die sich Schritt für Schritt nach links bewegt, ihre Brandmauer zur AfD immer höher zieht und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften akzeptiert oder sogar forciert. Ich habe