Es gibt inzwischen ganze Bücher darüber, was uns die Massenmedien an wichtigen Informationen und Ereignissen vorenthalten. Es wird aber in den Traditionsmedien nicht nur „verheimlicht, vertuscht (und) vergessen.“ Leser und Zuschauer werden auch regelmäßig beschimpft: mal als rechtes „Pack“ oder Arschlöcher, dann als zu dumm zum Sparen, als Blödmänner aus dem falschen Jahrhundert, als „Hetzer, Idioten und Dumpfbacken“, oder einfach nur weiße, wütende Männer.
von Markus Gärtner
Zu den andauernd unterschlagenen – aber großen und wichtigen – Themen gehört eine Analyse derdeprimierten, abgehängten, beschimpften und wutschnaubenden Mitte der Gesellschaft. Sie als eine Armee von Trollen und „Wutbürgern“ zu beschreiben und abzutun, ist eine infame Irreführung. Es handelt sich hier meist um sozial integrierte, oft recht gut ausgebildete, mittelständische oder geringverdienende sowie in mehr oder minder geordneten Verhältnissen lebende, durchaus denkende und mitfühlende Menschen, die unter normalen Umständen nicht mit einer vergrößerten Galle herumlaufen, Gift spucken und andere in Hassposts medial hinrichten.
Wir haben aber keine normalen Umstände. Die gibt es schon lange nicht mehr. Ich will mal versuchen, einen Blick auf das Land aus dieser Mitte heraus zu wagen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich dort auch angesiedelt bin. Ich kann daher als Insider berichten. Und ich komme mir vor wie in einer riesigen Heuchelrepublik, in der sich eine abgehobene, arrogante und ideologisch verquirlte politische Kaste eine neue Wählerschaft mixt, eine Kaste, die die, die schon länger hier sind, ausquetscht und bevormundet. Wir haben eine Republik, in der Einschüchterung und Zensur den öffentlichen Diskurs ersetzt, die Agenda wichtiger ist als die Fa









