Deutschland

Drohnenfund in Leipzig: Wieder mal die “Russen” – ohne jeden Beweis

Drohnenfund in Leipzig: Wieder mal die “Russen” – ohne jeden Beweis
Polizisten sichern die Start-/Landebahn am Flughafen Leipzig/Halle.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entdeckten Einsatzkräfte am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne, an der ein Sprengsatz befestigt war. Seitdem ist die Aufregung groß. Politik und Medien verdächtigen mal wieder Russland. Beweise gibt es keine. Dafür aber eine andere Theorie, die bisher noch niemand berücksichtigt hat.

von Olli Garch

Gestern Nacht entdeckten Mitarbeiter am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit angebautem Paket und Zünder – in unmittelbarer Nähe ukrainischer Antonow-Frachtflugzeuge. Tests wiesen die Plastiksprengstoffe PETN und Semtex nach; der Zünder war jedoch defekt und riss offenbar ab, sodass es nicht zur Explosion kam – ein erstaunlicher “Glücksfall“.  Und wie der Zufall so spielt, kollidierte dann noch ein DHL-Frachter mit einem unbekannten Objekt und landete beschädigt in Hannover, woraufhin der Flugbetrieb wie auch in Leipzig vorübergehend eingestellt wurde. Bevor irgendwelche Ermittlungshinweise und Details über Bauart, Konstruktion der Bombe und mögliche Herkunft der unbekannten Flugkörper vorlagen, trat auch prompt CSU-Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vor die Kameras und raunte bedeutungsschwanger von einer „neuen Gefahrenqualität“ und einem „hybriden Anschlagsszenario“. Medien, allen voran “Bild”, stilisierten den Vorfall zur knapp vermiedenen Großkatastrophe und lenkten den Verdacht (wohl ganz im Sinne der Urheber dieser Zwischenfälle) auf Russland.

Oleksii Makeiev, der ukrainische Botschafter in Deutschland, unkte ebenfalls sogleich: “Wer könnte es noch sein außer Russland?”. Ja, wer wohl? Nun; kritischen Zeitgenossen und unvoreingenommenen Beobachtern würde da spontan vor