Deutschland

Großer Abtritt in Berlin: Petry macht den Lucke und spaltet die AfD vor laufenden Kameras

Großer Abtritt in Berlin: Petry macht den Lucke und spaltet die AfD vor laufenden Kameras
Alexander Gauland, Spitzenkandidat und Frauke Petry, Bundesvorsitzende der AfD am 25. September 2017 in der Bundespressekonferenz in Berlin

Die eine stand auf, machte ein Gesicht, wie eine Gans wenn’s blitzt, die andere nahm einen Schluck aus dem Wasserglas. Frauke Petry sagte mitten in der AfD-Pressekonferenz in Berlin: Ich stehe für die Fraktion nicht zur Verfügung! Auf gut Sächsisch, wie weiland König August III bei seinem Rücktritt: Machd doch eiern Drägg alleene! Dann verließ sie das Podium. Alice Weidel, die neue, blonde Frontfrau der Partei, stellte ihr Glas wieder hin, AfD-Vize Professor Jörg Meuthen stutzte kurz, entschuldigte sich dann bei den Journalisten für die “gerade geplatzte Bombe”: “Das war nicht abgesprochen…”

Von Peter Bartels

Und so hatte die hübsche Frauke mit dem dunklen Kurzhaar, was sie am liebsten hat – einen großen Auftritt. Oder Abgang, wie’s beliebt. Dabei hatte Petry der Partei doch gerade in ihrem sächsischen Wahlkreis mit 37,4 Prozent ein glänzendes Direktmandat geholt. Sogar vor der CDU, die auf 28,8 Prozent schrumpelte. Nun aber machte sie öffentlich, was sie die letzte Wochen während des Wahlkampfs längst eingeleitet hatte: Sie nahm nicht mehr an den Telefon-Konferenzen des AfD-Vo