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Kriegsvorbereitung: Türkei entsendet Kampfjets an Russlands Westgrenze

Kriegsvorbereitung: Türkei entsendet Kampfjets an Russlands Westgrenze
F-16 Kampfjet der türkischen Luftwaffe.

Zum ersten Mal in der Geschichte werden türkische Kampfjets im Baltikum stationiert. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine routinemäßige Rotation innerhalb der NATO. Der zeitliche und geopolitische Kontext der Ereignisse deutet jedoch darauf hin, dass hier andere Ziele verfolgt werden. Russland spricht bereits von Kriegsvorbereitungen.

von Boris Dscherelejewski

In Estland laufen die letzten Vorbereitungen für die Stationierung von fünf türkischen F-16-Kampfflugzeugen und 76 Soldaten (Piloten und technisches Personal) im Rahmen der NATO-Mission “Baltic Air Policing” auf Hochtouren. Berichten zufolge werden die Kampfflugzeuge von August bis November im Einsatz sein. Oberstleutnant Özdemir, Kommandeur der 181. Düsenstaffel der türkischen Luftwaffe, erklärte:

“Diese Mission ist von strategischer Bedeutung für die Verteidigung des östlichen Flügels der NATO. Sie wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der internationalen Abschreckungskapazitäten der Türkei, zur Zusammenarbeit mit den Streitkräften der Verbündeten und zur Steigerung des strategischen Potenzials leisten.”

Bisher hatten türkische Piloten noch nicht an dieser Mission teilgenommen. Es sei auch daran erinnert, dass auf dem kürzlich in Ankara abgehaltenen NATO-Gipfel beschlossen wurde, das Format der “Baltic Air Policing”-Mission von einer “Polizeimission” in eine “Luftraumverteidigungsmission” umzuwandeln, was die Delegierung der Entscheidung über die Eröffnung des Feuers (sprich: über den Beginn eines bewaffneten Konflikts mit Russland) auf die Ebene des Piloten eines Patrouillenjägers vorsieht. Das heißt, Ankara hat sich zum ersten Mal seit 22 Jahren entschlossen, sich dieser offen provokativen Mission anzuschließen, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als diese ihre gefährlichsten und riskantesten Züge angenommen hat.

Ein solcher Schritt der türkischen Führung erscheint nicht zufällig, insbesondere, wenn man den allgemeinen Kontext der aktuellen Entwicklungen in den Beziehungen zwischen M