Deutschland

Neue Daten: Jeder dritte Langzeitarbeitslose ist Ausländer

Neue Daten: Jeder dritte Langzeitarbeitslose ist Ausländer
Der stellvertretende arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jan Feser: „Deutschland braucht einen dringenden Kurswechsel in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.“

Auf Anfrage eines AfD-Abgeordneten muss die Bundesregierung alarmierende Zahlen zur Langzeitarbeitslosigkeit veröffentlichen. Besonders Ausländer und Migranten machen es sich auf Kosten der Allgemeinheit in der sozialen Hängematte bequem.

von Manfred Ulex

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Ausländer ist in den vergangenen zehn Jahren so massiv angestiegen, daß inzwischen fast jeder dritte Langzeitarbeitslose keinen deutschen Paß besitzt. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Jahr 2024 insgesamt 971.981Personen in Deutschland seit mindestens einem Jahr ohne Job, davon 317.377 Ausländer (Datenstand November 2025). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Feser hervor.

2014 lag die Zahl der langzeitarbeitslosen Ausländer noch bei 196.222, also um mehr als 100.000 Personen niedriger. Besonders stark ist der Anstieg bei Ausländern aus Asylherkunftsländern, deren Zahl sich von 19.053 (2014) auf 92.244 (2024) verfünffachte. Damit kommt inzwischen fast jeder zehnte Langzeitarbeitslose aus einem Asylherkunftsland. Insgesamt hat sich der Ausländeranteil unter den Langzeitarbeitslosen seit 2014 fast verdoppelt.

Die Gesamtkosten kennt der Staat nicht

Die Bürgergeldkosten für langzeitarbeitslose Ausländer beliefen sich im Jahr 2024 auf 3,26 Milliarden Euro. Für alle Langzeitarbeitslosen insgesamt zahlte der Staat 9,9 Milliarden Euro. Zu den Gesamtkosten der Langzeitarbeitslosigkeit liegen indes keine Daten vor, wie die Bundesregierung einräumte. In den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind Wohnkosten, Gesundheitsausgaben und Rentenfolgekosten nicht enthalten.

Ferner haben 60 Prozent aller Langzeitarbeitslosen keinen Berufsabschluß und 23 Prozent nicht einmal einen Hauptschulabschluß. Nur 5,7 Prozent besitzen eine Ausbildung in einem sogenannten Engpaßberuf, also in Bereichen, in denen ein Fachkräftemangel herrscht. Dazu zählen etwa Pflege- und Gesundheitsberufe, Handwerksberufe wie Zimmerer, Glaser oder Maurer oder Berufe im Hotelservice.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die 2024 eine Arbeit fanden, lag bei 155.000. 115.000 davon fanden eine ungeförderte Beschäftigung, also eine reguläre Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ohne staatliche Lohnkostenzuschüsse, die als langfristiges Ziel der Förderung Langzeitarbeitsloser dient.

„Skandal, der jeden Sozialpolitiker alarmieren muß“

Der AfD-Abgeordnete Feser, der die Anfrage gestellt hatte, wies zudem darauf hin, daß laut den Zahlen der Bundesagentur mehr als 55 Prozent der Langzeitarbeitslosen seit über zwei Jahren ohne Job sind, fast 19 Prozent seit über fünf Jahren. Daß 491.369 Kinder in Haushalten mit langzeitarbeitslosen Eltern leben, bezeichnete er als „Skandal, der jeden Sozialpolitiker alarmieren muß“.

Die vielen Langzeitarbeitslosen sind aus Fesers Sicht die Folge falscher politischer Entscheidungen. Konkret kritisierte er die Masseneinwanderung und eine „ideologisch fehlgeleitete Arbeitsmarktpolitik“. Das sogenannte Bürgergeld, das 2023 von der damaligen Ampelregierung anstelle von Hartz IV eingeführt wurde, sei ein „linker Fehlentwurf, der die Lage von Langzeitarbeitslosen hierzulande deutlich verschlechtert hat“. Für den AfD-Politiker steht fest: „Deutschland braucht einen dringenden Kurswechsel in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.“

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