Deutschland

Öffentliche Zwangs-Immunisierung per Vernebler? 

Öffentliche Zwangs-Immunisierung per Vernebler? 
Passagiere am Flughafen Frankfurt am Main.

Wird man in Flughäfen und Bahnhöfen Vernebler aufstellen, um Menschenmassen zwangsweise mit Nukleinsäuren zu immunisieren, so wie man heute beispielsweise Trinkwasser fluoridiert? Das wären toxische Zwangseingriffe der übelsten Art. Die Voraussetzungen dafür werden gerade geschaffen.

von Jochen Ziegler

Die neuere Zeitschrift Cell Biomaterials aus dem Hause Cell Press ist bereits sehr angesehen und gehört zu den lesenswerten biomedizinische Fachzeitschriften. Darin ist nun ein unter der Leitung der deutschen Pharmakologin Prof. Olivia Merkel erarbeiteter Aufsatz erschienen, der wichtige Neuerungen auf dem Weg zur Erzeugung inhalativer Impfstoffe darstellt. Das sind Hybridpolymerpartikel, mit denen man in Zukunft Menschen immunogene (eine Impfreaktion bewirkende) Nukleinsäuren in die Lunge einatmen lassen möchte, um sie zu impfen. Die Arbeit ist technisch gut gemacht und ein Beispiel für durchdachte Forschung aus Deutschland. Leider ist das in der Arbeit gezeigte pharmakologische Prinzip jedoch nur für mRNA-Impfstoffe geeignet und damit aus medizinischer Sicht als essenziell toxisch abzulehnen. Dies haben die Autoren leider nicht berücksichtigt. Doch warum will man solche Partikel überhaupt erzeugen?

Von 2020 bis 2022 wurde eine riesige Propagandawelle finanziert, um Menschen Angst vor dem weitgehend harmlosen Erreger grippaler Infekte SARS-CoV-2 einzujagen und sie dazu zu bringen, sich sinnlosen staatlichen Zwangsmaßnahmen wie Maskentragen und sozialer Isolation zu unterwerfen und sich dann ab Anfang 2021 mit toxischen und die Krankheit nicht verhindernden Immunisierungsmittel auf Nukleinsäurebasis injizieren zu lassen. Kritiker dieser Panikwelle wie Gunter Frank, Wolfgang Wodarg und ich haben frühzeitig (ab Sommer 2020) darauf hingewiesen, dass die Immunisierung gegen SARS-CoV-2 nicht nur unnötig, sondern mit Sicherheit auch unwirksam sein würde. 

Sieht man einmal von der Toxizität der Nukleinsäuren als Impfmittel ab, hat die Wirkungslosigkeit zwei wesentliche Gründe: Erstens erzeugen die injizierten Immunisierungsmittel eine Immunität der Abwehr von Erregern, die sich im Blut oder lymphatischen System befinden (IgG-vermittelte humorale und T-Zell-vermittelte zelluläre Immunität), nicht aber dort, wo die Erreger auf den Menschen treffen, nämlich der Schleimhaut der Atemwege, wo vor allem IgA-produzierende B-Zellen (aber auch T-Zellen) anzutreffen sind. Diese B-Zellen werden durch die injizierte Impfung nicht stimuliert und können dann beim Kontakt mit dem Erreger keine Wirkung entfalten. Denn eine injizierte Impfung schützt besonders vor dem tieferen Eindringen des Erregers in den Körper, die aber bei Atemwegsinfekten nur der dritte Schritt ist, nachdem erst Nase, Rachen oder Kehlkopf (obere Atemwege) und dann die Lunge (untere Atemwege) infiziert worden sind. Bei guter Immunität kommen die Erreger über die oberen Atemwege gar nicht hinaus. Zweitens sind die Immunisierungsmittel strukturell bei ihrer Verimpfung stets veraltet, weil der Erreger sich weiterentwickelt und ein anderes Antigenprofil aufweist als das, was der Impfstoff enthält. Das Antigenprofil ergibt sich aus den Molekülen, die sich an der Oberfläche des Erregers befinden und bestimmt, ob und wie das Immunsystem den Erreger erkennt. Aus diesen beiden Gründen ist es bis heute noch nie gelungen, klinisch wirksam Tod und schwere Verläufe von Atemwegsinfekten mit Impfstoffen zu verhindern.

Warum Impfstoffe einatmen?

Um das erste Problem zu adressieren, wird seit einiger Zeit an Möglichkeiten geforscht, immunogene Substanzen, die eine Impfreaktion auslösen, in die Atemwege durch Inhalation einzubringen, damit in der Lunge ein Training des Immunsystems zur späteren Abwehr des Erregers stattfinden kann. Man verspricht sich davon eine bessere prophylaktische (vorbeugende) Wirkung der Impfung, weil eben an der inneren Körperoberfläche eine Immunität entstehen kann, wo man sie benötigt. Dagegen ist prinzipiell gar nichts einzuwenden, wenn der Impfstoff sich gegen einen Erreger mit stabilem Antigenprofil richtet und das Impfprinzip sicher ist – Letzteres ist bei Nukleinsäuren als Impfprinzip aber nicht der Fall. Da an der echten Influenza tatsächlich jährlich viele alte Menschen sterben, könnte sogar beim instabilem Antigenprofil der Influenza-Viren eine solche Impfung sinnvoll sein. Ob das in der Klinik tatsächlich funktioniert und wirkt, wissen wir noch nicht, und die Frage ist auch, ob man es mit dem richtigen Ansatz überhaupt versuchen wird. Schauen wir uns die Arbeit dafür einmal an.

Merkel und Kollegen berichten von einem neuen chemisch synthetisierten Polymersystem, das aus einer Kombination von Poly-Aminoester (PBAE) und Polylactid-co-Glycolid (PLGA) besteht. Erstere (PBAE) werden durch die Synthese von Aminen und Diacrylaten erzeugt und bilden verzweigte Polymere. PLGA sind Polyester aus Milch- und Glycolsäure und werden in der Chirurgie schon seit vielen Jahrzehnten als Nahtmaterial eingesetzt. PLGA sind einwandfrei biologisch abbaubar. Auch PBAE sind biologisch abbaubar, doch bestehen sie aus entzündungserregenden Komponenten. Die aus PBAE und PLGA bestehenden Partikel sind keine Lipidnanopartikel wie diejenigen, die bisher zur Immunisierung mit Nukleinsäuren durch Injektion eingesetzt werden. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, eine Mischung aus PLGA und PBAE zu erzeugen, in die man zu transportierende Nukleinsäuren einbauen kann, um sie dann mit einem Vernebler inhalierbar zu machen. Auf diese Weise sollen sie später eingeatmet werden können, um direkt in der Lunge an der Schleimhaut eine Immunreaktion auszulösen. Die vorliegende Arbeit beweist, dass die Polymerpartikel eine Hülle und einen Kern haben, in dem Nukleinsäuren transportiert werden können. Folgendes wird gezeigt:

  • Die Partikel sind in der Lage, mRNA in Inneren zu verpacken. Sie sind 50 bis 250 nm klein und haben damit eine passende Größe
  • Der chemisch optimierte PBAE Anteil erzeugt eine stabile pharmazeutische Formulierung
  • Der PLGA Anteil ermöglicht nach Aufnahme der Partikel in die Zellen eine optimierte Freisetzung der mRNA in das Cytosol (den inneren Raum der Zellen). Nach der Aufnahme der Partikel in die Zellen gelangen diese in das Endosom (das Aufnahmekompartiment der Zellen). Dort wird das PLGA hydrolysiert, was zur Freisetzung von Milch- und Glycolsäuren führt, die das sowieso saure Endsom weiter azidifizieren. Dadurch gibt es mehr Protonen (Wasserstoffionen), der PBAE Anteil wird protoniert und die mRNA geschützt. Durch den Einstrom von Wasser in die stark sauren Endosomen platzen diese und geben ihren Inhalt an das Cytosol ab, wo die mRNA freigesetzt und von Ribosomen aufgenommen wird, so dass die von der mRNA kodierten Proteine (Eiweiße) synthetisiert werden können.
  • Die Partikel sind in der Lage, Antigen-präsentierende dendritische Zellen zu transfizieren, was für die Ausbildung einer Immunreaktion wichtig ist.
  • Man kann mit dem System sowohl kultivierte Zellen als auch ein biologisches Modell menschlichen Lungengewebes (human precision-cut lung slices) erfolgreich transfizieren und eine Immunreaktion auslösen (im Zellmodell)
  • Man kann die Partikel erfolgreich vernebeln.

Damit ist in verschiedenen Modellen gezeigt, dass das System biotechnologisch funktioniert und theoretisch in der Lage ist, mRNA Moleküle per Inhalation in die Lunge einzubringen. Dies hat man in dieser vorklinischen Studie nicht probiert, noch nicht einmal anhand von Tieren, was der nächste Schritt wäre.

Was ist der Haken dieser Forschung?

Das Grundproblem dieser Forschung besteht darin, dass gar nicht gefragt wird, ob die mRNA-Immunisierung als Impfprinzip taugt. Wir wissen, dass dies nicht der Fall ist. Denn Zellen, die durch mRNA-Moleküle, die für immunogene Proteine wie etwa das SARS-CoV-2 Spike-Protein kodieren, transfiziert werden, werden danach vom Immunsystem zerstört. Wenn man nun eine effektive Dosis der Partikel in die Lunge inhaliert, kommt es zur Zerstörung von Schleimhautzellen. Dies geschieht bei einer Infektion auch, die Zellen können regeneriert werden. Doch können die transfizierten Zellen Endosome mit dem Erregerantigen in das Blut abgeben, und vor allem können Impfpartikel nach der Inhalation über die Schleimhaut auch in das Blut gelangen und dann alle Organe erreichen, wo sie zu Autoimmunschäden führen können wie bei der heutigen Impfung, die intramusukulär verabreicht wird und dadurch zu einer Verteilung der Impfpartikel im Blut führt. Fast jede körpereigene Zelle (von speziellen B-Zellen abgesehen), die transfiziert wird, wird von T-Zellen oder dem Komplementsystem zerstört, was bei Gewebe, das, anders als Lungenschleimhaut, nicht regeneriert werden kann, zu Vernarbungen führt. 

Die Impfgeschädigten der Corona-Impfkampagne, die nicht an der Impfung gestorben sind, tragen solche Narben in ihren Gehirnen, Herzen, Nieren, Lebern, Gelenken und anderen Organen. Daher sollten man auf das mRNA-Immunisierungsprinzip ganz und gar verzichten, egal über welchen Weg man die Partikel mit der darin enthaltenen mRNA in den Körper einbringt. Hätten die Autoren dies berücksichtigt, wäre es zu der Entwicklung der Polymerpartikel, die nur auf mRNA (oder DNA) Transport ausgerichtet sind,  gar nicht gekommen.

Weitere Fragen, die sich aus der Arbeit ergeben, betreffen die Verträglichkeit der Polymerhülle, deren PBAE-Bestandteile extrem entzündungsfördernd sind (was die Arbeit auch erwähnt, indem sie der Hülle eine Wirkung als Impfadjuvans zuspricht) sowie die klinische Wirksamkeit der Schleimhautimpfung, für die wir noch keine Daten haben, sondern über die wir lediglich spekulieren können. Doch diese Fragen sind aufgrund der Toxizität der mRNA-Immunisierungsmitteln sekundär.

Sollte die Plattform die klinischen und regulatorischen Schranken (die leider bei mRNA-Immunisierungsmitteln, die eigentlich verboten werden müssten, viel zu niedrig sind) überschreiten und in einigen Jahren zugelassen werden, bestünde die Möglichkeit, sich durch Inhalation impfen zu lassen. Wird man dann an Flughäfen und Bahnhöfen Vernebler aufstellen, um Menschen massen- und zwangsweise mit Nukleinsäuren zu immunisieren, so wie man heute beispielsweise Trinkwasser fluoridiert? Wohl kaum, denn toxische Zwangseingriffe in die körperliche Unversehrtheit kann man systematisch noch nicht einmal Sklaven zumuten, ohne Aufstände hervorzurufen. Das Naturrecht wackelt zwar, wie man an der Einschränkung der Meinungsfreiheit in der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA sehen kann, doch ist es ein weiter Weg von der Zensur sozialer Medien zur öffentlichen Zwangsimmunisierung. Dies wird nicht durchsetzbar sein.

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