Deutschland

Raubüberfälle und Morde: Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag

Raubüberfälle und Morde: Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag
Nach dem tödlichen Messerangriff von Treier sichern Polizisten am Tatort Spuren.

Ein Student stirbt nach Messerstichen, Schulkinder fliehen vor einem klingenschwingenden Asylbewerber: Von Trier bis Berlin, von Bremen bis Ruhpolding zieht sich die Gewaltspirale der vergangenen Wochen. Eine unvollständige Übersicht.

von Mike Siemens

Messerangriffe, Morde, Raubüberfälle und sexuelle Übergriffe: Gewaltkriminalität ist in Deutschland zu einem Grundrauschen geworden, bei dem die vielen einzelnen alltäglichen Fälle schnell verschwimmen und übersehen werden. Wir haben die relevanten Fälle der vergangenen Wochen gesammelt:

Berlin: Ein 22jähriger Rumäne greift am 18. Juli am Görlitzer Park zwei 25jährige aus Guinea mit einem Messer an. Er verletzt eines der Opfer am Rücken und die andere Person am Unterarm. Beide Opfer müssen im Krankenhaus behandelt werden. Zuvor soll der Messer-Attentäter mehrere Menschen im Park angesprochen und provoziert haben. Die Polizei kann ihn schnell verhaften, weil er am Tatort stehen bleibt und sich selbst den Beamten stellt.

Bonn: Drei Jugendliche im Alter von 15 Jahren missbrauchen am 18. Juli ein 14jähriges Mädchen auf einem Spielplatz sexuell. Sie werden vernommen, aufgrund mangelnder Haftgründe allerdings wieder freigelassen.

Bremen: Am 19. Juli überfällt ein 35jähriger Mann einen Kiosk im Stadtteil Findorff. Zunächst bedroht er einen 26jährigen Mitarbeiter mit einer Schreckschusswaffe und schlägt diesem damit anschließend ins Gesicht. Bei einem darauffolgenden Gerangel lösen sich Schüsse. Der Täter flieht, bedroht am selben Abend noch einen Passanten mit seiner Waffe und wird anschließend festgenommen. Der Kioskmitarbeiter erleidet eine Platzwunde am Kopf, die im Krankenhaus behandelt werden muss.

Brilon (NRW): Auf dem Schützenfest der sauerländischen Stadt Brilon kommt es am 22. Juni zu einer Schlägerei zwischen einem 28jährigen Syrer und einem 26jährigen Anwohner. Nachdem weitere Personen dazukommen, weitet sich der Kampf auf insgesamt fünf Personen aus, alle libysche oder syrische Sta