Der ehemalige Brigadegeneral und Merkel-Berater Erich Vad hat dem CDU-Kriegshetzer Roderich Kiesewetter vor einem Millionenpublikum im ZDF gründlich den Kopf gewaschen. Vad meint: Deutschland müsse endlich den Dialog mit Moskau aufnehmen. Alles andere endet unweigerlich in einem Atomschlag der Russen mitten in Europa!
von Ulrich Clauß
Es flogen die Fetzen und das war auch gut so. Nein, es ging ausnahmsweise einmal nicht wieder um die Rente mit 70, um Bürgergeld für flüchtige Straftäter oder den Acht-Stunden-Tag – oder was sonst noch den deutschen Wohlstandsbürger auf die Zinne treibt. Es ging um Krieg und Frieden. Denn auch wenn es im nicht enden wollenden innenpolitischen Koalitionshickhack oft nur als Störgeräusch empfunden werden mag: Kanonen donnern nur ein paar Flugstunden und nur wenige Raketenminuten entfernt. An der europäischen Ostgrenze tobt nun schon im fünften Jahr ein Krieg, der auch mit deutschen Waffen geführt wird.
Ein Abwehrkampf – darin waren sich Roderich Kiesewetter (CDU) und Brigadegeneral Erich Vad einig. Das war es dann aber auch schon mit der Einigkeit bei Markus Lanz (ZDF). „Wie weiter in der Ukraine?“, wollte er von dem CDU-Verteidigungsexperten und dem ehemaligen Berater von Altkanzlerin Angela Merkel wissen. Und ob es ewig so weitergehen solle.
Dass es auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten geben kann, ist in den etablierten Medien des Landes selten zu hören und zu lesen. Entsprechend aufgestaut hat sich beim Ex-Militär Vad offenbar der Verdruss über die Alternativlosigkeit der deutschen Russlandpolitik. „Wir werden, wenn wir so weitermachen, in einem Krieg mit Russland landen“, warnt er. Es schließe nicht aus, Stärke zu zeigen und gleichzeitig dialogbereit zu sein. „Denn klar, man muss eine harte Gangart fahren, aber man muss auch schauen, wenn wir so weitermachen mit unserer harten Gangart, wo wir dann am Ende landen.“
Kiesewetter: Russlands Präsident „will nicht verhandeln“
Und wo das am Ende landen könne, darüber lässt Vad keinen Zweifel. „Die Russen haben festgestellt, dass an den Drohnen auch deutsche Firmen arbeiten“, ist er sich sicher. „München zum Beispiel ist ja ein Ho










