Rückenschmerzen gehören für Millionen Menschen zum Alltag. Arzt-Odysseen mit Spritzen und Wärmepackungen bringen oft nur kurze Linderung.
von Albert Jakob
Physiotherapeut und Osteopath Albert Jakob zeigt Ihnen mit jahrzehntelanger Erfahrung und einer Prise Humor, wie Sie Ihren Rücken endlich verstehen – und ihn dauerhaft entlasten. Seit 28 Jahren musste kein einziger Patient mit einem Bandscheibenvorfall, der seine Praxis aufgesucht hat, operiert werden. Albert Jakob nimmt Sie mit auf Ihren ganz persönlichen „Jakobsweg” zu einem schmerzfreien Leben und stellt Ihnen den Medical Coach vor: einen Lotsen durch den Dschungel aus Befunden, Fachärzten und Therapien. So finden Sie die Behandlung, die wirklich zu Ihnen passt.
40 Sekunden!
Rückenschmerzen sind ein Thema, das uns alle betrifft. Wenn wir in Deutschland über die Zahl der Wirbelsäulenpatienten sprechen, kommen wir schnell auf die schwindelerregende Zahl von mehr als 20 Millionen. Fast jeder von uns wird irgendwann in seinem Leben mit Rückenschmerzen Bekanntschaft machen. Das bedeutet: Millionen von Rückenpatienten suchen verzweifelt nach der einen Behandlung, die sie von ihrem Schmerz erlöst. Die Krankenkassen zahlen jedes Jahr zig Milliarden Euro für entsprechende Therapien – und dennoch bleibt die Lösung für viele Patienten in weiter Ferne. Warum? Weil rund 60 Prozent der Patienten nie eine präzise, fundierte Diagnose erhalten. Der Grund liegt letztlich in der Kostenstruktur unseres Gesundheitssystems.
Denn was fehlt den Ärzten, um die richtige Diagnose zu stellen? Eine ganz einfache, aber kaum zu bekommende Ressource: Zeit. Genauer gesagt, Zeit zum Zuhören. Im hektischen Alltag einer orthopädischen Praxis, in der täglich 80 bis 100 Patienten durchgeschleust werden, bleibt für das individuelle Schmerzschicksal rechnerisch gerade mal ein winziger Moment – etwa 40 Sekunden. Ja, 40 Sekunden! Wie soll ein Arzt in dieser kurzen Zeit die Geschichte eines Schmerzes verstehen, der sich über Monate oder Jahre hinweg entwickelt hat?
Das Ergebnis: frustrierte Ärzte auf der einen Seite, die wissen, dass sie die wahre Ursache des Schmerzes nicht finden können, und auf der anderen Seite Patienten, die sich im Therapie-Dschungel verloren fühlen. Nach einem langen Leidensweg werden nicht selten Therapien begonnen (oder gar Operationen durchgeführt), die auf Röntgenbildern oder Kernspintomografien beruhen. Diese bildgebenden Verfahren sind unbestritten sinnvoll, um strukturelle Schäden zu erkennen (und zweifellos ein wichtiges medizinisches Hilfsmittel zum Aufspüren anderer Erkrankungen), aber sie sind nur sehr begrenzt aussagekräftig, wenn es darum geht, die eigentliche Ursache der Schmerzen zu identifizieren. Denn sie bilden immer nur eine punktuelle, räumlich begrenzte Momentaufnahme ab.
Erst Gespräch, dann das MRT
Der entscheidende Punkt, der bei vielen Behandlungen zu kurz kommt, ist eine präzise und umfassende Untersuchung der wahren Schmerzursache. Sie wäre dringend erforderlich, aber sie braucht Zeit – mehr Zeit, als viele Ärzte in unserem Gesundheitssystem investieren können. Denn Schmerz ist selten ein Einzelphänomen, das einfach so auftaucht, um wieder zu verschwinden. Unser Körper ist ein komplexes Wunderwerk, das mit seiner Umwelt in ständigem Austausch steht. Die Ursachen von Schmerzen können weit über das betroffene Gelenk oder den betroffenen Bereich hinausreichen. Eine ganzheitliche Betrachtung ist deshalb unerlässlich. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie wird immer noch











