Laut Konteradmiral Thomas R. Buchanan vom US-Strategiekommando müssten die USA einen Atomkrieg führen und überstehen können. Und in Berlin wird diskutiert, ob Deutschland eigene Atombomben braucht.
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI berichtet, dass es weltweit rund 12 241 Atomsprengköpfe gibt. Die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel modernisieren ihre Arsenale weiter. Von diesen sind derzeit über 9500 einsatzfähig. Allein 2000 davon werden vor allem durch Russland und die USA in hoher Alarmbereitschaft gehalten.
Der Bericht verzeichnet einen deutlichen Zuwachs im Arsenal Chinas. Die Forscher erwarten, dass das Land bis Ende des Jahrzehnts über mindestens ebenso viele ballistische Interkontinentalraketen verfügen könnte wie die USA oder Russland. Auch Indien und Pakistan haben 2022 neue Arten von nuklearen Trägersystemen eingeführt und weiterentwickelt.
Militärs planen begrenzten Atomkrieg
Die Generalstäbe der Atomstreitkräfte Russlands und der USA prüfen derzeit Einsatzoptionen mit taktischen Atomwaffen und reden bereits über die regional begrenzte Führbarkeit eines Atomkrieges: Konteradmiral Thomas R. Buchanan vom US-Strategiekommando sagt, das Ziel der USA sei es, auch nach einem Atomkrieg über ausreichende Fähigkeiten und Reservekapazitäten zu verfügen, um weiterhin als globale Führungsmacht agieren zu können.
Gewinnen definiere sich dann nicht mehr über einen klaren Sieg, sondern darüber, die Führungsrolle zu behaupten. Der in Norfolk, Virginia (USA), stationierte deutsche Viersternegeneral Christian Badia warnt, es bestehe ein großes Risiko von Fehleinschätzungen, die zu einer ungewollten Eskalation des Krieges führen könnten. Dennoch wird in Berlin von












