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Bereits auf dem Weg nach Europa? Rätsel um Verbleib hunderter IS-Kopfabschneider aus Rakka

Bereits auf dem Weg nach Europa? Rätsel um Verbleib hunderter IS-Kopfabschneider aus Rakka

Die IS-Hochburg Rakka ist erobert, doch bleibt das Schicksal von hunderten ausländischen Kämpfern ein Rätsel, die den harten Kern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der syrischen Stadt gebildet haben sollen. Sicherheitsdienste gehen davon aus, dass ein Großteil dieser Terroristen bereits auf dem Weg nach Europa ist. Ein Szenario, dass angesichts offener Grenzen, vor allem nach Deutschland und üppigen Sozialleistungen, nicht nur nahe liegend, sondern vor allem realistisch erscheint.Die Innenminister der G7-Staaten wollen daher am Freitag auf Ischia über verschärfte Grenzkontrollen und andere Maßnahmen beraten.

Wie viele ausländische IS-Kämpfer gab es?

Nach Ausrufung des „Kalifats“ der IS-Miliz in Teilen des Iraks und Syriens im Juni 2014 schlossen sich knapp 40.000 ausländische Kämpfer den Dschihadisten an, um beim Aufbau des „Islamischen Staats“ zu helfen. Darunter waren neben tausenden Tschetschenen, Nordafrikanern und Zentralasiaten auch tausende radikale Islamisten aus den EU-Staaten.

Laut einem „Spiegel“-Bericht von März haben sich über die Jahre auch mehr als 900 Deutsche den Dschihadisten im Irak und Syrien angeschlossen. Ein Drittel von ihnen kehrte später nach Deutschland zurück, rund 145 sollen bei Kämpfen getötet worden sein. Es ist unklar, wie viele Deutsche heute noch in der Region sind, obwohl die IS-Miliz dort fast alle Gebiete verloren hat.

Während der Hochzeit des IS sammelten sich viele Europäer in Rakka, das die Dschihadisten zu ihrer informellen Hauptstadt gemacht hatten. Spezielle IS-Zellen planten von dort Anschläge wie in Paris, wo im November 2015 IS-Mitglieder 130 Menschen töteten. Während des viermonatigen Kampfs um Rakka sollen die Ausländer erbitterten Widerstand geleistet haben.

Was ist aus diesen Dschihadisten geworden?

Am Ende waren die Islamisten aber nicht den kurdisch-arabischen Kämpfern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gewachsen, die bei ihrer Offensive auf Rakka von US-Spezialkräften und US-Kampfflugzeugen unterstützt wurden. Hunderte IS-Kämpfer sollen in der Schlacht getötet worden sein, doch ist unklar, wie viele Ausländer darunter waren.

Am Wochenende wurde von örtlichen Stammesvertretern des „Zivilen Rats“ eine Vereinbarung ausgehandelt, die den IS-Kämpfern erlaubt, sich mit ihren Angehörigen den SDF-Einheit