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Die Ukraine bereitet einen Maidan in Ungarn vor

Die Ukraine bereitet einen Maidan in Ungarn vor
Wahlplakate mit Bildern von Wladimir Selenskij an einer Straße in Budapest, Aufnahme vom 18. März 2026.

Im Vorfeld der anstehenden Parlamentswahlen in Ungarn spannt sich die Lage im Land zunehmend an. Die Ukraine spielt im Wahlkampf eine wichtige Rolle. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass auf ein Brüssel und Kiew nicht genehmes Abstimmungsergebnis Provokationen und sogar Terroranschläge folgen könnten.

von Wladimir Kornilow

Die anstehenden Parlamentswahlen in Ungarn sind zweifellos die meistdiskutierten der Welt. Medien sind voll von Umfragegrafiken. Dabei ist festzustellen, dass die ungarische Soziologie ihrer Gesellschaft gelinde gesagt keinen guten Dienst erweist: Diverse Soziologieinstitute publizieren völlig gegensätzliche Zahlen, die keine Rückschlüsse auf die reale Lage ermöglichen. Laut einigen Umfragen liegt die Fidesz-Partei des regierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit einem großen Vorsprung vorne, laut anderen werde die Tisza-Partei unter der Führung des Oppositionschefs Péter Magyar den Sieg davontragen.

Je näher das Abstimmungsdatum, der 12. April heranrückt, desto öfter tauchen Vermutungen auf, dass die Wahl bereits nach der Schließung der Wahllokale entschieden werde. János Bóka, Ungarns Minister für europäische Angelegenheiten, warnte, dass Tisza einen Sieg Orbáns nicht akzeptieren werde, und fragte:

“Sie schaffen ein Narrativ, wonach ihre Wahlniederlage kein legitimes Ergebnis sein werde. Kann etwa Péter Magyar vor die Kamera treten und sagen: ‘Okay, ich habe die Stimme des ungarischen Volkes gehört, es will, dass diese Regierung an der Macht bleibt’? Wie realistisch ist das nach all der politischen Hysterie, die sie veranstaltet haben?”

Gerade deshalb erklingt das Wort Maidan immer öfter und deutlicher, zumal die Ukraine und ukrainische Politiker im großen Maßstab in die ungarischen Wahlen verwickelt sind. Im Grunde ist die Ukraine in Ungarn überall! Es reicht, einmal durch Budapest zu fahren, um sich davon zu überzeugen. Wahrscheinlich wurden seit den ukrainischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2019 nirgendwo sonst so viele Plakate mit einem Bild von Wladimir Selenskij aufgehängt. All das wird von der Losung begleitet:

“Lasst Selenskij nicht zuletzt lachen!”

Jede Kundgebung, jede Nachricht im Zusammenhang mit den Wahlen in Ungarn wird unbedingt von einer Erwähnung der Ukraine begleitet. Dabei macht Kiew keinen Hehl aus seiner Verwicklung in regierungsfeindliche Provokationen in Ungarn und liefert Orbán zusätzliche Argumente für den Wahlkampf. Anscheinend ist Selenskij nicht einmal bewusst, dass seine direkten Drohungen gegenüber dem Ministerpräsidenten des Nachbarlandes dessen Zustimmungswerte stärken und Magyar unmittelbar schaden.

Die jüngste Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts von John McLaughlin, der Donald Trump nahe steht, zeigte, dass die Ungarn auf die von Selenskij verhängte Ölblockade gegen ihr Land sehr empfindlich reagieren und dass dies Magyars Zustimmungswerte beeinträchtigt. Knapp 70