Über Jahrzehnte hinweg begeisterte Erich von Däniken ein Millionenpublikum mit Theorien über Außerirdische, die die Entwicklung der Menschheit in der Vergangenheit beeinflusst haben. Jetzt ist der Bestseller-Autor im Alter von 90 Jahren verstorben.
von Günther Strauß
Mit dem Tod von Erich von Däniken, der am 10. Januar 2026 in seiner Schweizer Heimat verstorben ist, verliert das alternative Autorenspektrum einen streitbaren, aber weitsichtigen Denker, der wie kaum ein anderer den Mut hatte, Themen aufzugreifen, an die andere nicht einmal zu denken wagen. Von Däniken war einer, der gerne große Fragen stellte – Fragen nach dem Ursprung der Zivilisation, nach den Grenzen menschlichen Wissens und nach der Rolle des Glaubens an das Überlieferte. Immer der zentralen Frage nachgehend: Kann die Existenz von Außerirdischen, von Aliens, bewiesen werden?
Welche Rolle spielten die Aliens?
Besonders hevorzuheben sind zwei seiner – im KOPP-Verlag erschienen – Werke: „Erinnerungen an die Zukunft“, das die Leser dazu brachte, alte Mythen, Bauwerke und religiöse Überlieferungen neu zu betrachten. Von Däniken stellte darin die provokante These auf, dass frühe Hochkulturen Besuch von außerirdischen Intelligenzen erhalten haben könnten, die etwa beim Bau der Pyramiden mitgeholfen haben. Für viele war dies Ketzerei, für andere ein notwendiger Anstoß, sich nicht mit bequemen Erklärungen zufriedenzugeben und selber nachzuforschen.
Auch sein zweites Buch „Und sie waren doch da!“ steht exemplarisch für seinen Ansatz: das beharrliche Suchen nach Indizien jenseits des etablierten Mainstreams. Von Däniken verband darin archäologische Beobachtungen mit kulturhistorischen Deutungen und stellte die Frage, ob die Menschheit ihre eigene Geschichte womöglich unterschätzt. Kritiker warfen ihm Spekulation vor, doch die Verkaufszahlen sprechen für sich und zeigen, dass viele Menschen ähnliche Gedanken hegen.
Mit dem Tod von Erich von Däniken, der zuletzt bei Youtube ein Millionenpublikum erreichte, verliert die Schriftsteller-Landschaft einen mutigen Kopf, der niemals mit dem Strom schwimmen wollte.
🆘 Unserer Redaktion fehlen noch 108.500 Euro!
Um auch 2026 kostendeckend arbeiten zu können, fehlen uns aktuell noch 108.500 von 110.000 Euro. Wenn Ihnen gefällt, was wir tun, dann zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Mit Ihrer Spende von heute ermöglichen Sie unsere investigative Arbeit von morgen: Unabhängig, kritisch und ausschließlich dem Leser verpflichtet. Unterstützen Sie jetzt ehrlichen Journalismus mit einem Betrag Ihrer Wahl – einmalig oder regelmäßig:


