In einem aktuellen Interview analysiert ein weltbekannter Raketenexperte die Lage im Mittleren Osten im laufenden unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA gegen Iran. Dabei liegt der Fokus auf der fragwürdigen Effektivität der westlichen Luftverteidigungssysteme.
von Rainer Rupp
Er betont auch, dass sich das Kräfteverhältnis im Verlauf eines Abnutzungskriegs zugunsten Irans verschieben werde. Besonders die Drohnenfähigkeiten Irans in Kombination mit der Schwäche der US-Luftverteidigung an Militärbasen im Persischen Golf führten zu katastrophalen Verlusten aufseiten der USA. Iran hat entscheidende Radarsysteme zerstört, was das gesamte westliche Raketenabwehrnetz (Patriot, THAAD, Iron Dome etc.) zusammenbrechen lässt – ein System, in das Hunderte Milliarden Dollar investiert wurden.
Postol spricht von einem “katastrophalen Kollaps” der israelischen Luftverteidigung, die seiner Ansicht nach nie wirklich wirksam war. Er bezeichnet die jahrzehntelange Vermarktung solcher Systeme als “gigantischen Betrug” gegenüber der westlichen Öffentlichkeit (USA, Europa, Japan, Südkorea). Diese Systeme seien anfällig für aktive (Zerstörung kritischer Elemente) und passive Gegenmaßnahmen (z. B. Täuschkörper). Die Konsequenzen seien weitreichend: Viele Länder rund um den Globus hätten mit dem Kauf dieser teuren Systeme geglaubt, sich auf eine wirksame Luftverteidigung verlassen zu können. Was im Ernstfall nicht der Fall sei, sodass sie schutzlos dastünden.
1. Postols Bewertung des US-Transfers von Patriot- und THAAD-Systemen aus Südkorea in den Nahen Osten
Postol sieht in der Verlegung der Patriot- und THAAD-Systeme keinen militärischen Mehrwert für die Verteidigung gegen iranische Angriffe. Beide Systeme haben nach seiner Analyse im aktuellen Konflikt mit Iran nur eine extrem niedrige Abfangrate (Patriot nur wenige Prozent im einstelligen Bereich, das hochgelobte THAAD System habe im Wesentlichen überhaupt keine effektive Abfangfähigkeit). Der Transfer der Systeme aus Südkorea ändere daher nichts an der realen Lage in Israel und auf den angegriffenen US-Basen in der Region. Er betont stattdessen den “politischen Schaden













