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Marokko mischte Geheimagenten unter die Ceuta-Migranten

Marokko mischte Geheimagenten unter die Ceuta-Migranten
Die Migrationswelle von Ceuta war wohl kein Zufall – und wurde auch geheimdienstlich genutzt.

Einem spanischen Medienbericht zufolge hat Marokko im Rahmen der Ceuta-Migrantenwelle auch Geheimagenten nach Spanien eingeschleust. Das Königreich will offenbar die Reaktion der Grenzbehörden beobachten.

von Ernst Fleischmann

Die große Migrationswelle auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla wurde offenbar auch vom marokkanischen Geheimdienst operativ genutzt. Das berichtet das Nachrichtenportal El Español unter Berufung auf Quellen im Führungsstab der Guardia Civil, der Nationalpolizei Spaniens.

Durch ein Videoüberwachungssystem an der Grenze erkannten die Behörden demnach offenbar mehrere Agenten eines marokkanischen Nachrichtendienstes. Quellen aus spanischen Nachrichtendienstkreisen bestätigten das gegenüber dem Medium. Bereits am Donnerstag seien erste illegale Migranten als Agenten identifiziert worden, heißt es.

Schon früher habe man ähnliche Vorgänge registriert – etwa während vergangener Migrationswellen aus Marokko gegen die spanischen Exklaven; dabei hätten sich Mitarbeiter marokkanischer Geheimdienste eingeschleust. Offenbar sei dabei das Ziel, die spanische Reaktion auf solche Migrationsbewegungen zu testen und direkte Informationen über die Sicherheitsvorkehrungen sowie polizeilich-behördliche Abläufe zu sammeln. Die Agenten sollten das Geschehen also beobachten.

Marokko nutzt Migration immer wieder als Waffe gegen Spanien. Zuletzt im Mai 2021, als Spanien den Anführer der Polisario-Front, einer anti-marokkanischen Separatistengruppe im Gebiet Westsahara, zur medizinischen Behandlung aufnahm. Marokko reagierte darauf, indem es tausende Migranten die Grenze zu den spanischen Exklaven passieren ließ.

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Seit Beginn der plötzlich aufgetretenen Migrationskrise, insbesondere in Ceuta, wird über eine erneute Beteiligung marokkanischer Behörden spekuliert. Aufnahmen zeigen, wie Sicherheitskräfte des Königreichs nicht eingreifen, während Migranten auf die spanische Grenze zustürmen. Einige dieser Migranten berichteten auch gegenüber der New York Times, Beamte der könig