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Nach Iran-Krieg: Überfällt Israel auch die Türkei?

Nach Iran-Krieg: Überfällt Israel auch die Türkei?
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Die türkische Regierung sieht in Israels Vorgehen gegen Iran eine umfassendere Strategie zur gewaltsamen Umgestaltung der Region. Wenn Iran zerschlagen wird, kippt der Nahe Osten von einem angespannten Gleichgewicht in eine gewaltsame Eskalation, und die Türkei könnte sehr wohl das nächste Ziel der jüdischen Imperialisten sein.

von Murad Sadygzade

Die Position der Türkei zur israelisch-amerikanischen Militärkampagne gegen Iran ist unmissverständlich und hat sich in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich verschärft.

Ankara betrachtet die aktuellen Ereignisse weder als lokal begrenzten Schlagabtausch noch als bloße Episode in der langen Geschichte der Konfrontation im Nahen Osten. Vielmehr sieht die Türkei darin einen Schritt hin zu einer umfassenden regionalen Katastrophe, deren Folgen jeden Staat vom östlichen Mittelmeer bis zum Persischen Golf betreffen könnten. Aus türkischer Sicht sind die Angriffe auf Iran kein Instrument der regionalen Befriedung, sondern ein Mechanismus zur weiteren Destabilisierung und Eskalation. Genau deshalb haben Präsident Recep Tayyip Erdoğan, das türkische Außenministerium, Außenminister Hakan Fidan und Vertreter der Präsidialverwaltung immer wieder Erklärungen abgegeben, die von Verurteilung, Besorgnis und deutlichen Warnungen vor der Gefahr eines großen Krieges geprägt sind.

Bereits am 28. Februar 2026, als der israelisch-amerikanische Angriff auf Iran in die offene Phase eintrat, verurteilte Erdoğan die Angriffe und forderte Diplomatie und einen Waffenstillstand, um zu verhindern, dass die gesamte Region in einen größeren Konflikt hineingezogen wird. Am selben Tag erklärte das türkische Außenministerium, Ankara sei zutiefst besorgt über die völkerrechtswidrigen Aktionen und die damit einhergehenden zivilen Opfer. Die türkische Diplomatie verurteilte die Provokationen, die zur Eskalation der Gewalt führten, forderte ein sofortiges Ende der Angriffe und betonte erneut, dass regionale Probleme nur friedlich gelöst werden könnten. Die Türkei selbst sei bereit, Vermittlungsbemühungen zu unterstützen.

Burhanettin Duran, der Kommunikationschef des Präsidenten, stellte am selben Tag fest, dass die Ereignisse nicht nur die unmittelbar Beteiligten, sondern auch die Stabilität und Sicherheit der Zivilbevölkerung in einem weitaus größeren Gebiet bedrohten. Daher müssten die Mechanismen des Dialogs und der Verhandlung dringend wiederhergestellt werden. Schon in diesen ersten Reaktionen wurde die ganz