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Sacharowa verweigert deutschen Botschafter Handschlag

Sacharowa verweigert deutschen Botschafter Handschlag
Maria Sacharowa und Alexander Graf Lambsdorff

Die deutsch-russischen Beziehungen sind so sehr zerrüttet, dass sich Spitzendiplomaten beider Länder nicht mal mehr die Hand geben. So geschehen vor einigen Tagen in Moskau, als die Sprecherin des russischen Außenministeriums dem deutschen Botschafter den Handschlag verweigerte.

von Maria Iwanowa

In der vergangenen Woche wurde der deutsche Botschafter in Moskau ins russische Außenministerium einbestellt. Die Entscheidung, Alexander Graf Lambsdorff, der seine diplomatische Mission beendete, die traditionelle Begrüßung per Händedruck zu verweigern, sei eine bewusste Geste als Reaktion auf dessen unverhohlene Russophobie gewesen, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Wie die Nachrichtenagentur TASS  berichtet, äußerte sich die Sprecherin des russischen Außenministeriums zu dem Vorfall mit dem aus seinem Amt scheidenden Leiter der deutschen diplomatischen Vertretung, Alexander Graf Lambsdorff. Die Diplomatin betonte, dass sie die Begrüßung ihrer ausländischen Kollegen bewusst ignoriert habe.

“Eine Pflicht, einen angebotenen Händedruck zu erwidern, sieht das diplomatische Protokoll nicht vor”, unterstrich Sacharowa. Sie fügte hinzu, das Protokoll lasse es zu, eine politische Haltung zum Ausdruck zu bringen. Diese Geste sei eine Antwort auf die offene Russophobie des deutschen Botschafters gewesen.

Zuvor waren in den Presse Berichte über eine Beschwerde von Lambsdorff erschienen, wonach ihm bei seiner Einbestellung im russischen Außenministerium nicht die Hand gereicht worden sei.

Der Diplomat steht seit August 2023 an der Spitze der deutschen Vertretung. Seinen Posten wird in Kürze Clemens von Goetze übernehmen.

Wie die Zeitung Wsgljad  berichtete, bestätigte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, dass sie dem deutschen Diplomaten bei einem Treffen am 13. Juli den Händedruck verweigert hat