Das globale Satellitennetzwerk Starlink, das dem US-Geschäftsmann Elon Musk gehört, muss sich nun auf einen Wettbewerb mit dem russischen Projekt Rasswet einstellen. Die ersten 16 Satelliten dieses Starlink-Pendants sind bereits im Orbit. Hunderte weitere sollen demnächst folgen.
von Manfred Ulex
Russland will innerhalb von zwei Jahren sein eigenes Satellitennetzwerk für eine weltweite Internetverbindung in Betrieb nehmen. Das Raumfahrtunternehmen Büro 1440 gab am Dienstagmorgen bekannt, dass erste Satelliten des Projekts Rasswet (auf Deutsch: Morgengrauen) – so der Name des russischen Pendants zum Internetanbieter Starlink von Elon Musk – bereits in der Erdumlaufbahn seien. Der Start des ersten Stapels mit 16 Satelliten habe noch am Montag um 18:24 Uhr MEZ stattgefunden. Die Abkoppelung von der Trägerrakete des Typs Sojus sei erfolgreich verlaufen, hieß es. Das Unternehmen belegte dies mit einem Video.
Orbital launch no. 65 of 2026 🇷🇺🚀16🛰️
— Space Intelligence (@SpaceIntel101) March 24, 2026
Rassvet | Roscosmos | March 23 | 2024 UTC@Roscosmos successfully launched the first 16 Rassvet comm🛰️ on its Soyuz 2.1b from Plesetsk Cosmodrome Site 43 for Bureau 1440's Starlink-like comm constellation.
The footage shows the payload… pic.twitter.com/wMTSSKpFvF
“Es stehen noch Dutzende von Starts und Hunderte von Satelliten bevor, die in der niedrigen Erdumlaufbahn im Bestand des russischen Satellitennetzwerkes eine weltweite Internetverbindung anbieten werden.”
Die Besonderheit der Rasswet-Satelliten besteht darin, dass sie miteinander mit Hilfe von Laser-Signalen kommunizieren und Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde austauschen. Dadurch soll der Internetzugriff auch über den Ozeanen und in den Polargebieten gewährleistet werden. Die Ingenieure von Büro 1440 versprechen eine Datenübertragungsrate von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde.
Das Projekt Rasswet wird voraussichtlich in zwei Jahren weltweit zugänglich sein, darunter in Eisenbahnzügen und Flugzeugen. Es wird erwartet, dass die Dienstleistungen des Internetanbieters in den Bereichen Verkehr, Erdölförderung, Energiewirtschaft, Industrie, Landwirtschaft und Militär gefragt sein werden. Auch für Rettungsdienste und Reisefirmen soll die schnelle und stabile weltweite Internetverbindung nützlich sein.

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