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USA evakuiert IS-Kämpfer: 4.000 bewaffnete Dschihadisten haben neue Mission in Europa

USA evakuiert IS-Kämpfer: 4.000 bewaffnete Dschihadisten haben neue Mission in Europa
Kämpfer des Islamischen Staates in der syrischen Stadt Rakka

Die USA haben ein Abkommen mit dem Islamischen Staat geschlossen: Aus Rakka durften 4.000 IS-Terroristen samt Familien frei abziehen und ihre Waffen und Munition mitnehmen. Sie haben nach eigenen Aussage nun “neue Missionen” in Europa.

von Ali Özkök

Der britische Fernsehsender BBC deckte in einem ausführlichen Investigativ-Bericht auf, dass die von USA unterstützten “Demokratischen Kräfte Syriens” (SDF) der Terrormiliz IS eine sichere Evakuierung aus deren selbsternannter Hauptstadt Rakka in Nordsyrien gewährt hatten. Die BBC führte Exklusiv-Interviews mit Bus- und LKW-Fahrern, die nach eigenen Aussagen die IS-Terroristen samt ihren Familien aus Rakka nach Ostsyrien in die Nähe der irakischen Grenze brachten. Der Fernsehsender verwies in diesem Zusammenhang auf exklusives Bild- und Videomaterial, das den Konvoi abbildet, der sich mit bewaffneten Kämpfern füllte.

Der Politikwissenschaftler der Nahost-Stiftung in Ankara, Ömer Özkizilcik, erklärt, dass die strukturelle Bewahrung von IS-Elementen in das geostrategische Kalkül der USA und deren Verbündeten passt:

„Neben anderen Akteuren spielten die USA die entscheidende Rolle beim Entstehen des IS. Als die USA im Irak intervenierten, gab es in dem Raum im Grunde keine Dschihadisten. Später kam die gefährlichste Terrororganisation der Welt aus dem Irak, nur wenige Jahre, nachdem die USA im Irak einmarschiert waren. Auch in Afghanistan begünstigten die USA die Ausbreitung von Al-Kaida.“

https://www.youtube.com/watch?v=Se0vnXJ38S0

IS-Terroristen frei zur Heimkehr nach Europa

Der Politikwissenschaftler mit einen Fokus auf dem Syrien-Konflikt fürchtet um die möglichen Konsequenzen der Massenevakuierung von Terroristen. Gegenüber RT Deutsch teilte er mit:

„Schleuser haben Hochkonjunktur und bringen die IS-Mitglieder auch zurück nach Europa, insbesondere nach Deutschland und Frankreich. Mit der Evakuierungsinitiative haben die USA faktisch den Terrorismus in Syrien in die gesamte Welt exportiert und eine neue Welle von Terroranschlägen ist nicht auszuschließen. Man könnte sogar von der Mobilisierung des Terrorismus sprechen. Sollten die IS-Mitglieder wieder in Europa Anschläge verüben, werden die Medien wie gewohnt nicht die USA oder die YPG dafür zur Rechenschaft ziehen, sondern den Islam und die Muslime.“

Einer der LKW-Fahrer in der Dokumentation erzählte der BBC, dass die SDF ihm gegen Geld angeordnet hätten, einen Konvoi zu leiten. Er sollte Familien, die durch Kämpfe aus der Stadt Tabkah vertrieben wurden, in ein Lager weiter nördlich bringen. Der Arbeitsauftrag sollte sechs Stunden dauern.

Der Fahrer, der sich unter dem Namen Abu Fawzi vorstellte, erzählte, dass SDF-Milizen den Fahrern Tausende von US-Dollar als Entlohnung versprachen. Sie forderten im Gegenzug jedoch, dass die Operation unter allen Umständen geheimgehalten werden müsse.

Später fanden Abu Fawzi und andere Fahrer heraus, dass die Fahrt ganze drei Tage dauert. Ihre Aufgabe war es, nicht vertriebene Zivilisten zu transportieren, sondern auch Terroristen, die ihre Waffen aus der Trümmerstadt Rakka mitnahmen:

„Wir hatten Angst, als wir Rakka betraten. Wir sollten eigentlich mit der SDF rein, aber wir gingen alleine. Als wir drinnen waren, sahen wir IS-Kämpfer mit ihren Waffen und Selbstmordgürteln. Sie haben unsere LKWs mit Sprengfallen versehen. Wenn etwas schiefgehen würde, würden sie den ganzen Konvoi sprengen. Sogar ihre Kinder und Frauen hatten Selbstmordgürtel an“

Ein anderer Fahrer gab an, dass der Konvoi aus fast 50 Lastkraftwagen und 13 Bussen sowie mehr als 100 Fahrzeugen des