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USA planen wochenlangen Luftkrieg gegen Iran

USA planen wochenlangen Luftkrieg gegen Iran
Lockheed Martin F-35 Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeuge

Laut US-Medienberichten ist das Pentagon bereit und wartet nur noch auf Donald Trumps Autorisierung des Angriffs. Viele Analysten warnen dagegen vor tiefgreifenden Risiken, darunter regionale Eskalationen, globales wirtschaftliches Chaos und potenziell katastrophale Schäden an strategischen Zielen der USA.

von Rainer Rupp

Jüngste Entwicklungen im US-Verteidigungsministerium deuten auf intensivierte Vorbereitungen auf einen potenziell mehrere Wochen andauernden brutalen, unprovozierten und völkerrechtswidrigen Bombenkrieg mit vereinzelten Kommandounternehmen gegen Landziele hin. Alles weise auf einen besonders schweren Bombenkrieg hin, so die US-Medien. Die Planungen gingen über kurzfristige Notfallszenarien hinaus und bezögen sich angeblich ausdrücklich auf lang anhaltende Operationen. Eine politische Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, doch die militärischen Szenarien zeigten, dass mit einem komplexen und ausgedehnten Konflikt gerechnet wird.

Diese Pläne spielen sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen und Sicherheitsrisiken im Persischen Golf und darüber hinaus in der gesamten Region ab, darunter auch gesteigerte Aktivitäten regionaler Milizen, die vom Iran unterstützt werden, wie z. B. die Hisbollah im Libanon.

Nun wäre es nicht das erste Mal, dass die Kriegstreiber in Washington eine erschreckende Drohkulisse gegen Iran in der Region aufgebaut haben – wie zum Beispiel im Jahr 2007 oder in der Krise 2011/12, als unter Präsident Barack Obama das Pentagon drei kampfbereite Flugzeugträger-Schlachtgruppen in Reichweite der iranischen Küste zusammengezogen hatte. Aber auch damals – Irans Verteidigungsfähigkeiten waren noch weitaus schwächer als heute – gab es starken Widerstand innerhalb des Pentagon und der Stabschefs der US-Waffengattungen gegen einen Krieg mit Iran, der den US-Streitkräften und der US-Wirtschaft hohe Verluste versprach.

Die aktuelle Angriffsplanung

Im Zentrum steht angeblich die Annahme, dass ein Konflikt mit Iran nicht mit schnellen, punktuellen Schlägen beendet wäre, sondern sich über Wochen erstrecken könnte. Vorgesehen sind anhaltende Luft- und Seeoperationen, die darauf abzielen, iranische Raketeninfrastruktur sowie mit der Eliminierung der Führungs- und Kommunikationsstrukturen die iranische Verteidigung zu enthaupten.

Gleichzeitig wird mit asymmetrischen Gegenreaktionen Irans gerechnet: Raketenangriffe, Cyberattacken, Angriffe durch Stellvertretermilizen und Störungen des Schiffsverkehrs, u. a. die Blockade der Straße von Hormus, gehören zu den einkalkulierten Szenarien.

Zu Vorbereitung des Angriffs hat die aktuell überall erkennbare Verstärkung der US-Truppenpräsenz in der Region stattgefunden, zwei Flugzeugträger-Schlachtgruppen mit Zerstörer und Ladungsschiffen und Hubschrauber für Kommandounternehmen an Land. Hinzu kommt die Verlegung von Langstreckenbombern in die Region sowie die Verstärkung der regionalen Luftwaffenstützpunkte mit tarnkappenfähigen F-35 Kampfjets. Die US-Luftwaffe spielt in den Planspielen des Pentagon ohnehin eine zentrale Rolle, denn sie soll als Drehscheibe für Aufklärung, Überwachung und Präzisionsangriff dienen. Parallel dazu wird die Raketenabwehr gegen iranische Vergeltungsangriff gegen US-Truppen und Verbündete weiter verstärkt.

Zielsetzung und regionale wie globale Auswirkungen

Laut Medienberichten sehen die Planungen offenbar das übliche abgestufte Vorgehen der Aggression vor. Zunächst sollen Luftabwehr- und Raketenstellungen ausgeschaltet werden, um operative Überlegenheit zu sichern. Danach sollen Kommandozentralen, Logistikeinrichtungen und mit den Revolutionsgarden verbundene Strukturen vernichtet werden.