Meinung

Die Grünen: Keiner hat uns mehr lieb

Die Grünen: Keiner hat uns mehr lieb
Omi Nouripur und Ricarda Lang

Ist das schon die Grünen-Dämmerung? Die einstigen selbsterklärten Alleskönner der deutschen Politik verlieren an allen Fronten – und reagieren a la beleidigte Leberwurst auf Kritik von außen. 

von Kurz Zach

Gibt es sie doch noch, die guten Nachrichten? Erstmals seit sieben Jahren sind die Grünen in den Umfragen wieder einstellig. Die Jungwähler kehren ihnen den Rücken. Im Osten fliegen sie aus zwei Landtagen und überleben im dritten auch nur mit knapper Not. Das Führungsduo muß seine Sessel an der Parteispitze räumen, und die Grüne Jugend desertiert gleich kohortenweise, weil ihr die Partei nicht mehr linksradikal genug erscheint.

Für die Grünen ist das eine ungewohnte Erfahrung. Ihre getreuen Bewunderer im etablierten Medienbetrieb halten zwar noch fest zu ihnen, und ebenso die Echokammern der sogenannten „Zivilgesellschaft“, die sie sich in langen Jahren geschaffen und mit reichlich Steuergeld gefüttert haben. Doch außerhalb dieser Komfortzone bläst ihnen der Wind der Ablehnung scharf ins Gesicht. Und was ihnen als „legitimer Protest“ galt, wenn es gegen Andersdenkende ging – Buhrufe, Verbal-attacken, rabiate Gegenproteste –, macht sie fassungslos, müssen sie es selbst erfahren.

Versagt die Klimahysterie ihren Dienst?

Ihr zentrales Thema „Klimaschutz“ ist trotz aller Propaganda auf der Wahrnehmungsskala der Wähler weit nach unten durchgerutscht. Eine wachsende Zahl von Normalbürgern hat inzwischen ganz andere, existentielle Sorgen, die ihr Leben und Überleben im Hier und Jetzt betreffen und nicht eine von grünen Apokalyptikern imaginierte Zukunftskatastrophe, vor der allein grüne Politik den Planeten und die Menschheit retten könne.

Schlimmer noch für das realitätsresistente grüne Sendungsbewußtsein: Den Leuten dämmert, daß ein Großteil der Probleme des Landes (Deindustrialisierung und Arbeitsplatz-Exodus, hohe Energie-, Lebensmittel- und Konsumgüterpreise, Massenmigration und erodierende innere Sicherheit, zerfallende Infrastruktur trotz Rekordlasten an Steuern und Abgaben) durch den grünen Einfluß auf die Politik des Landes maßgeblich verursacht worden sind, und das nicht etwa erst seit die Grünen selbst mit in der Regierung sitzen.

Die Strategie der Grünen wendet sich gegen sie

Das ist auch der Hauptgrund des steilen Zustimmungsverlusts unter Jungwählern, der eine tragende Säule des grünen Machtkalküls ins Wanken bringt. Es schien der perfekte Plan zu sein: Vom Kindergarten bis zur Universität von grünen Pädagogen nach durchideologisierten Lehrplänen und dogmatischen V