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Augsburger Allgemeine verweigert Todesanzeige für AfD-Mitglied

Augsburger Allgemeine verweigert Todesanzeige für AfD-Mitglied
Die Augsburger Allgemeine verweigert einem verstorbenen AfD-Politiker eine Traueranzeige.

Die Augsburger Allgemeine hat der AfD eine Traueranzeige für einen kürzlich verstorbenen AfD-Politiker verweigert. Man „nehme generell keine Anzeigen Ihrer Partei auf“, schrieb die Redaktion als Antwort auf das Gesuch.

von Ernst Fleischmann

Der AfD-Politiker und Kreisrat Paul Traxl aus dem bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg ist am 28. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. Dies hatte vor wenigen Tagen der AfD-Politiker Simon Kuchlbauer in einem Brief an den AfD-Kreisverband öffentlich gemacht. Er hinterlässt eine Ehefrau und Kinder. Die Regionalzeitung Augsburger Allgemeine sorgte dabei für einen Eklat. Der Partei verweigerte die Zeitung offenbar eine Traueranzeige im Regionalteil.

In der Antwort der Zeitung, die auf dem Telegram-Kanal „Bayerische Alternative“ veröffentlicht wurde, heißt es: „Vielen Dank für Ihre Anfrage, wir nehmen jedoch generell keine Anzeigen Ihrer Partei bei uns auf. Dies sind unsere Unternehmensgrundsätze, die auch Nachrufe betreffen.“ Der AfD-Politiker Simon Kuchlbauer, der die Ablehnung öffentlich machte, kommentierte: „Mir fehlen da einfach die Worte.“

Paul Traxl war bis zuletzt praktizierender Zahnarzt und seit der Gründung des AfD-Kreisverbands im Jahr 2013 dessen Vorsitzender. Diese Position hatte er bis zum Frühjahr 2026 inne. Seit 2020 saß er für die AfD im Kreistag; bei der Kommunalwahl 2026 wurde er erneut gewählt. Im Mai hatte er noch als ältestes Kreistagsmitglied dem neu gewählten Landrat Marc Sturm den Eid abgenommen. Noch Ende Juni nahm er am Landesparteitag der AfD in Passau teil. Die Augsburger Allgemeine ist eine der größten Tageszeitungen Deutschlands. Sie hat ihren Sitz in Augsburg und beschäftigt etwa 200 Redakteure.

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