Die ehemalige britische Ministerin Edwina Currie hat vorgeschlagen, für 1.200 in einem kleinen Dorf untergebrachte Asylbewerber ein Bordell einzurichten, um gegen deren Langeweile anzukämpfen und sexuelle Übergriffe zu vermeiden.
Die ehemalige britische Ministerin Edwina Currie von der Konservativen Partei sorgt mit einer ungewöhnlichen Forderung für heftige Kritik. In einer Diskussionsrunde der Times über die Unterbringung von 1.200 Migranten in einem kleinen Dorf mit 350 Einwohnern schlug Currie vor, dort eigens ein Bordell zu errichten, offenbar um die Männer zu unterhalten. Konkret ging es um die Unterkunft auf einem ehemaligen Militärgelände in der Nähe von Little Piddington in Buckinghamshire.
In der als Video dokumentierten Diskussion äußerte Currie zunächst Bedenken hinsichtlich der möglichen sozialen Folgen, die die Unterbringung einer größeren Zahl junger Männer in einer kleinen ländlichen Gemeinde mit sich bringen könnte. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das sagen darf, wahrscheinlich werden Sie mich im Nu zum Schweigen bringen“, sagte Currie, bevor sie ihren Vorschlag unterbreitete.
„Aber was 1.200 junge Männer mitten in einem Dorf wie Little Piddington offensichtlich brauchen, ist ein Bordell.“ Sie fügte hinzu, dass ein solcher Vorschlag wahrscheinlich nicht umgesetzt werde.
Former Conservative minister Edwina Currie suggests a policy of brothels in villages near asylum seekers as a way to reduce sexual violence pic.twitter.com/CcstbVb6hB
— Reformer (@60sJapanfan) August 13, 2026
Auch der Autor und Kommentator Andrew Wilson, der sich an der Diskussion beteiligte, griff den Gedanken auf und fragte, womit die in der Einrichtung untergebrachten Asylbewerber ihre Freizeit verbringen sollten. „Angenommen, wir hätten kein Bordell in Piddington, wie Edwina vorschlägt, was würdest du dann die ganze Zeit machen?“, fragte Wilson nach.
Die Debatte in der Gesprächsrunde drehte sich auch um die Forderung des Labour-Politikers Andy Burnham, Asylbewerber stärker in wohlhabenderen Gegenden unterzubringen. Burnham hatte argumentiert, dass die Unterbringung nicht vor allem in ärmeren Regionen konzentriert werden solle.
Currie gehörte der Conservative Party an und war von 1986 bis 1988 als Staatsministerin im britischen Gesundheitsministerium Teil der Regierung von Premierministerin Margaret Thatcher. Nach ihrem Ausscheiden aus der Politik blieb sie weiterhin als prominente politische Kommentatorin tätig.

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