Viele Menschen bewerten offenbar die Herausgabe eigener biometrischer Daten in keinster Weise mehr als kritisch. Sie sehen vielmehr die „Vorteile“ als gewichtiger an und verkennen dabei, dass sie sich damit einen ganzen Strauß an Nachteilen einkaufen.
Es ist daher kein Wunder, dass das Thema der Biometrie nicht nur im Bankenbereich, bei elektronischen Geräten jedweder Art oder beim Reisen Anklang findet, sondern insbesondere auch bei den Sicherheitsbehörden. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Polizei in Deutschland mit dem letzten Schrei der biometrischen US-Erkennungstechnik ausgestattet wird. Und die entsprechenden Firmen wittern natürlich ein Milliardengeschäft:
„Der Gerätehersteller Motorola wird mit dem Software-Startup Neurala, das auf künstliche Intelligenz setzt, zusammenarbeiten, um einen „Echtzeit-Lern zur Personerkennung“ in Produkten wie die Si500-Körperkamera für die Polizei zu entwickeln, so kündigte die Firma am Montag an.“
Wie inzwischen bekannt wurde, erhielt Neurala finanzielle Unterstützung durch die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), eine Behörde des Kriegsministeriums der Vereinigten Staaten, die Forschungsprojekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt.
Neurala erhielt Gelder aus einem Programm mit dem Namen SyNAPSE, das bis in das Jahr 2008 zurückgeht und das dazu diente, die nächste Generation der künstlichen Intelligenz zu schaffen, „um Roboter zu bauen, die die Intelligenz entsprechend einer Maus oder einer Katze besitzen (to build robots whose intelligence matches that of mice and cats)“.
Ein kleiner Hinweis darauf, wie sich Neurala (und wohl auch die DARPA) die Zukunft vorstellt, zeigt das nachfolgende Video, in der die Fähigkeit der Hard-/Software gezeigt wird, die Umgebung zu scannen und Menschen bzw. Objekte zu erkennen:










