Die Polizei ermittelt gegen Oberbürgermeister Philipp Preißler (41, parteilos) aus Freiberg unter anderem wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er hatte erst im Juni das Amt der 41.500-Einwohner-Stadt in Sachsen angetreten. Nun könnte er es durch sein Verhalten schon bald wieder los sein.
von Günther Strauß
Die Polizei ermittelt gegen Oberbürgermeister Philipp Preißler (41, parteilos) aus Freiberg unter anderem wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er hatte erst im Juni das Amt der 41.500-Einwohner-Stadt in Sachsen angetreten. Nun könnte er es durch sein Verhalten schon bald wieder los sein.
Der OB soll am Donnerstag einen Abstecher nach Leipzig unternommen haben. Was dann gegen 13.45 Uhr in einem Hotel geschah, formuliert die Polizei Sachsen in ihrem Bericht so: „Am frühen Nachmittag kam es zu einem Polizeieinsatz in der Nikolaistraße, ausgelöst durch eine männliche Person.“ Es soll gegen Philipp Preißler ermittelt werden.
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Polizeisprecher Paul Engelmann: „Mit dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnte festgestellt werden, dass der 41-jährige Tatverdächtige teilweise das Interieur des Hotelzimmers beschädigt und Teile aus dem Fenster geworfen hatte. Die Einsatzkräfte sicherten den Mann in dem Hotelzimmer. Dabei leistete er aktiven Widerstand und verletzte zwei Polizeibeamte leicht.“

Nach Randale in Klinik eingewiesen
Später wurde er von einem Rettungswagen in die Leipziger Uniklinik gebracht. Zur Frage, ob Preißler unter Alkohol oder Drogen stand, heißt es von der Polizei: „Zu weiteren Details können wir uns aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht äußern.“ Wie unsere Redaktion erfuhr, wurde ein Dorgentest angeordnet.

Wir wollten von OB Preißler wissen, was vorgefallen war, und ihm die Möglichkeit der Stellungnahme einräumen. Aus dem Rathaus der Stadt heißt es, er sei im Urlaub und nicht erreichbar. Zu Hause konnte er am Freitag ebenfalls nicht angetroffen werden, auf seinem Mobiltelefon ist nur der Anrufbeantworter zu erreichen.
Behörden betroffen und fassungslos
Nach Informationen unserer Redaktion wurde über das Innenministerium in Dresden die Kommunalaufsicht informiert. Christian Stehr (43), sogenannter Verhinderungsvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Freiberg: „Wir sind fassungslos und schockiert über die Vorfälle in Leipzig, haben jedoch keinerlei weitere Informationen dazu. Wir hoffen, dass es allen Beteiligten gut geht.“ Die Hintergründe für die Tat sind bislang völlig unklar.










