Die Proteste gegen die Impfpflicht und die Corona-Politik ebben nicht ab. Im Gegenteil: Sie scheinen von Woche zu Woche massiv anzuwachsen. Am vergangenen Montag fanden in Deutschland erneut zahlreiche Demonstrationen mit 300.000 Teilnehmern statt.
von Paul Soldan
300.000 Demonstrierende bei 1.500 regierungskritischen Umzügen – das sind die offiziellen Zahlen der deutschen Polizeibehörden zu den landesweiten Protesten am Montag. Wir haben bei den Innenministerien der Bundesländer nachgefragt und die Zahlen nun erstmals zusammengestellt. Bundesregierung und große Medien vermieden es bislang, die Gesamtzahlen zu den Protesten zu melden. Im Vergleich zur Vorwoche weiteten sich die Demonstrationen sowohl in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als auch in Thüringen und Mecklenburg-Vormpommern weiter aus. Immer noch fehlen Dialogveranstaltungen und runde Tische seitens der Städte.
Proteste in der Woche vor dem 10. Januar
Neben den Montagsdemonstrationen haben auch die Versammlungen unter der Woche sowie am Wochenende immer größeren Zulauf. Die stärksten Proteste fanden am Samstag in Hamburg, Frankfurt am Main und Freiburg sowie am Sonntag in Saarbrücken statt.
In Hamburg liefen am Samstag rund 14.000 Teilnehmer, laut Polizei „zum deutlich überwiegenden Anteil aus dem bürgerlichen Spektrum“, durch die Innenstadt (Video). Motto: „Das Maß ist voll – Hände weg von unseren Kindern“. 700 Polizisten waren vor Ort. In Frankfurt am Main protestierten laut Polizei 8.000 Menschen. Die Initiative „Protest Hessen“ geht gegenüber der Redaktion von 12.000 Teilnehmern aus. In Freiburg demonstrierten rund 6.000 Bürger, darunter Unternehmer, Eltern mit Kindern und Krankenhausmitarbeiter, wie der SWR berichtet. In Saarbrücken zogen am Sonntag gleichfalls 6.000 Menschen durch die Stadt, ebenso viele in Düsseldorf.
In Magdeburg waren es laut Polizei 5.000, die unangemeldet und „überwiegend störungsfrei“ stundenlang durch die Stadt zogen und damit „gegen das Versammlungsgesetz“ verstießen. Jeweils mehr als 2.000 Menschen gingen am Wochenende außerdem in Ansbach, Regensburg, Augsburg und Wetzlar auf die Straße.
Bereits am Mittwoch vergangener Woche protestierten zudem rund 3.000 Menschen in der Münchener Innenstadt, außerdem 1.000 in Fürth unter dem Motto „Gesundheit in eigener Verantwortung“. In Wolgast waren am Mittwoch 1.700 Teilnehmer vor Ort, ebenso viele am Donnerstag auch in Lübeck sowie










