Ein 23-Jähriger soll im niedersächsischen Oelstorf ein Schaf gestohlen, getötet, zerlegt und gegrillt haben. Die Polizei schweigt zu Herkunft, Migrationshintergrund und Vorstrafen des Tatverdächtigen.
von Manfred Ulex
Nachdem ein 23jähriger am vergangenen Wochenende im niedersächsischen Oelstorf ein Schaf gestohlen, getötet und gegrillt haben soll, verweigert die zuständige Polizei Harburg jedwede Auskunft über den Tatverdächtigen. „Angaben zur Staatsangehörigkeit oder zu einem möglichen Migrationshintergrund des Tatverdächtigen machen wir nicht“, heißt es auf Nachfrage.
„Diese Angaben stehen nach derzeitigem Ermittlungsstand in keinem erkennbaren sachlichen Zusammenhang mit dem Tatvorwurf.“
So würden in diesem Fall die „schutzwürdigen persönlichen Interessen des Tatverdächtigen überwiegen“ und nicht etwa das Informationsinteresse. „Ebenso bezieht sich das auf die Frage nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen“, antworteten die Ermittler auf die Frage, ob der Tatverdächtige polizeibekannt sei.
Zeugen des Schafsdiebstahls ohne Täterbeschreibung gesucht
Obwohl die Ermittler Zeugen suchen, die an der Lübberstedt Straße oder an der Straße Am Osterbach etwas gesehen haben oder weitere Beteiligte identifizieren könnten, will die Polizei keine Täterbeschreibung veröffentlichen.
Seit Freitag hatten die betroffenen Tierhalter ein Schaf vermisst. Am Sonntag fanden sie dann den verkohlten Kadaver des Tieres unweit der Weide auf einer erloschenen Feuerstelle. Die Polizei teilte lediglich mit, dass der Beschuldigte keinen festen Wohnsitz habe und noch nicht festgenommen worden sei. Ermittelt werde aber gegen ihn wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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