Während Israel an mehreren Fronten Krieg führt und die Palästinenser genozidiert, bemühen sich Lobbyorganisationen um die Gunst deutscher Politiker – und um deutsches Steuergeld. Die Spur führt zu einer Clique aus CDU-Politikern, die im Interesse Israels Druck machten.
von Johann Leonhard
Die seit letztem Jahr schwelende Affäre um die Vergabe staatlicher Fördergelder an sogenannte Antisemitismusprojekte in Berlin hat alles, was ein guter BRD-Krimi braucht: Aus Israel bezahlte NGOs, die Einfluss auf unsere Parlamente nehmen, politische Seilschaften, die nach Gutsherrenart regieren, Steuergeld für zwielichtige Briefkastenfirmen und einen Regierenden Bürgermeister, der von all dem erst aus der Zeitung erfahren haben will.
«Bekommen wir das zeitnah hin, oder soll ich mich an höhere Stellen wenden?» Timur Husein, CDU
Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zu dieser heiklen Affäre ist für den 27. August angekündigt und könnte für die zentralen Protagonisten des Krimis gefährlich werden – gerade für die Berliner CDU. Im Fokus sind vor allem CDU-Kultursenator Joe Chialo und seine Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson (parteilos), sowie ein Quartett aus CDU-Politikern – Timur Husein, Carsten Ovens, Dirk Stettner und Christian Goiny.
Stettner und Goiny hatten die Förderliste mi












