Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan. Nie sind Wähler, Parteien oder selbst der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, Wahlergebnisse einmal konkret nachzuprüfen. Diese Arbeit haben sich nun die renommierten Politikwissenschaftler, Christian Breunig und Achim Goerres der Universitäten Köln und Toronto gemacht und die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Das Ergebnis ist erschreckend und lässt darauf schließen, dass Bundestagswahlen schon seit vielen Jahren im großen Stil gefälscht und systematisch manipuliert werden.
Besondsers auffällig war der Wahlbetrug in Deutschland bei der letzen Bundestagwahl. Die CDU und Angela Merkel bekamen im Jahr 2013 angeblich 42% der abgegebenen gültigen Stimmen. Ein phänomenales Wahlergbnis. Und das zu einer Zeit, in der Merkel in der Bevölkerung genauso umstritten war, wie heute. Fragte man damals im Freundes- oder Bekanntenkreis nach, so erntete man stets nur ein ertauntes Achselzucken und immer die gleiche Antwort: “Ich habe die CDU nicht gewählt!”. Ja, wer dann? Diese Antwort findet sich ebenfalls in der in der wissenschaftlichen Ausarbeitung von Christian Breunig und Achim Goerres
Die beiden Wissenschaftler haben sich die Zahlen von Union und SPD sowie der PDS/Linken angesehen und mit den Einzelresultaten aus allen 80.000 Wahlbezirken ihren Computer gefüttert. Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich um die erste Arbeit, die Ergebnisse deutscher Bundestagswahlen unter statistischen Gesichtspunkten auf mögliche Manipulationen überprüft und sich dafür das Benfordsche Gesetz der Statistik zunutze macht.
Zur Methodik:
Es werden die Ergebnisse der großen Parteien in den einzelnen Wahllokalen innerhalb eines Wahlkreises bei den fünf Bundestagswahlen 1990-2005 untersucht. Bekanntlich macht Benfords Gesetz Aussagen über die Häufigkeit von Ziffern in empirischen Datensätzen. Zum Beispiel: als erste Ziffer hat man 30% die ’1′ und nur zu 4,5% die ’9′, als zweite Ziffer hat man 12% die ’1′ und nur zu 8,5% die ’9′. Die Autoren Breunig-Goerres untersuchen in ihrer Studie. nicht die ersten, sondern die zweiten Ziffern der Ergebnisse der einzelnen Wahllokale









