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Tarike J. – Das ist der kriminelleste Asylbewerber Deutschlands

Tarike J. – Das ist der kriminelleste Asylbewerber Deutschlands
Intensivtäter Tarike J. im thüringischen Apolda

Drogendelikte, Hehlerei, Beleidigung und gefährliche Körperverletzung – seit zehn Jahren terrorisiert der abgelehnte Asylbewerber Tarike J. eine ganze Region um die thüringische Kreisstadt Apolda. Die Menschen sind in Angst, Landrätin und Bürgermeister flehten die Regierung um Hilfe: Tarike J. sei „nicht kontrollierbar“.

von Lorenz Bien

Wo ein Wille ist, ist nicht auch automatisch ein Weg: Als die deutsche Ausländerbehörde ab Mai verzweifelt versuchte, einen 42jährigen Intensivstraftäter in sein Heimatland abzuschieben, scheiterte dies ausgerechnet an der marokkanischen Verwaltung, wie die Thüringer Allgemeine berichtete. Obwohl die Identität des Mannes mittlerweile feststeht – 1982 in Casablanca geboren, bekannt bei Interpol –, teilten die Behörden des Landes mit, der Mann sei ihnen nicht bekannt.

Als Asylbewerber ist der Mann bereits seit November 2014 abgelehnt. Da er über Italien einreiste, seien nach der Dublin-Verordnung die italienischen Behörden für sein Asylverfahren zuständig, erklärte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge damals. Ein halbes Jahr später, am 16. April 2015, überstellten sie ihn nach Italien. Vier Tage später reiste er wieder nach Deutschland ein. Dabei galt zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch ein fünfjähriges Aufenthalts- und Einreiseverbot.

Rückblickend grenzt es beinahe an ein Wunder, daß der Mann zwischen seiner Einreise im Mai 2014 und seiner Abschiebung im darauffolgenden April nicht zusätzlich auffällig wurde. Ab seiner Rückkehr begann der abgelehnte Asylbewerber nämlich eine Verbrechensserie, die die Landrätin des thüringischen Kreises Weimarer Land, Christiane Schmidt-Rose (CDU), und den Bürgermeister der thüringischen Kleinstadt Apolda, Olaf Müller (CDU), unlängst zu einem Hilferuf an den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zwang.

Insgesamt ermittelte die Polizei in 46 Fällen gegen den