Hintergründe

Analyse belegt: US-Regierung kooperiert militärisch mit 73 Prozent aller Diktaturen

Analyse belegt: US-Regierung kooperiert militärisch mit 73 Prozent aller Diktaturen
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Washington gebärdet sich gern als globaler Förderer der Demokratie. Eine Untersuchung kommt nun zum gegenteiligen Schluss: Über 70 Prozent der “Diktaturen” auf der Welt können auf die militärische Unterstützung der Vereinigten Staaten zählen.

Traditionell begründen US-Regierungen ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder mit der Absicht, dort die Demokratie zu fördern. Ob die Vereinigten Staaten tatsächlich weltweit Demokratie befördern und sich Diktaturen widersetzen, wollte der US-amerikanische Rechtsanwalt Rich Whitney nun genauer wissen.

Zu diesem Zweck nahm er sich den “Freedom in the World 2016“-Bericht des Freedom House vor, der sich auf den Zeitraum 2015 bezieht. Darin sind 49 Länder aufgezählt, die die Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Hauptsitz in Washington, D.C. als “Diktaturen” einschätzt. In dem jährlich herausgegebenen Bericht wird mittels eines Punktesystems der Grad an Demokratie und Freiheit in einer jeweiligen Nation bestimmt.

Waffen, Ausbilder, Militärhilfe

Whitney überprüfte nun anhand öffentlich zugänglicher Quellen, mit welchen dieser Länder, denen vom Freedom House bescheinigt wird, “unfrei” zu sein, Washington militärisch kooperiert – sei es durch Waffenlieferungen, durch das Stellen von Militärausbildern oder sonstiger Militärhilfe. Seine Bilanz: Washington leistete im Jahr 2015 insgesamt 36 der 49 bestehenden “Diktaturen” militärische Unterstützung, was einem Anteil von 73 Prozent entspricht.