In der letzten Sitzungswoche vor den Osterfeiertagen im Jahr 2014 hat der Bundestag, kaum bemerkt von Öffentlichkeit und Medien, die Rechenschaftsberichte der Parteien für das Wahljahr 2013 veröffentlicht. Aus diesen geht hervor, dass mehr als zwei Millionen Euro an Parteispenden so gestückelt wurden, dass sie unter der Veröffentlichungsgrenze lagen. Allein die CDU erhielt 1,5 Millionen Euro an bislang unbekannten Großspenden, ein Drittel davon aus dem Umfeld eines einzigen Unternehmens mit sehr engen personellen Beziehungen zur Union.
Nach Recherchen des Online-Portals abgeordnetenwatch.de haben Unternehmen, Lobbyverbände und wohlhabende Privatpersonen zur Bundestagswahl massiv die Veröffentlichungspflicht für Parteispenden umgangen. Dies geht aus den am Freitag vor den Osterfeiertagen veröffentlichten Rechenschaftsberichten von CDU, CSU, SPD und den Grünen hervor. Die Linkspartei erhielt keine Spenden von Konzernen, Verbänden oder bekannten Unternehmern.
Ermöglicht wird die Umgehung durch ein Schlupfloch in der sogenannten Veröffentlichungspflicht. Die Veröffentlichungsgrenze liegt bei 50.000 Euro. Stückelt folglich ein Großspender die Summen entsprechend, tauchen auch sehr hohe Gesamtbeträge erst mit mehrjähriger Verspätung in den Rechenschaftsberichten der Parteien auf und werden nicht in der Spenderliste auf der Bundestagshomepage aufgeführt.
Mehr als zwei Dutzend Unternehmen, Verbände und wohlhabende Privatpersonen haben laut abgeordnetenwatch.de von dieser Praxis Gebrauch gemacht:
Auffällig ist dabei, dass allein ein Viertel der bislang unbekannten Großspenden aus dem Umfeld eines einzigen Unternehmens kommt, der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Über ein Firmengeflecht um den 2014 verstorbenen DVAG-Gründer Reinfried Pohl flo










