Hintergründe

Reiseführer für die nächste Invasion: WikiLeaks veröffentlicht Nordkorea-Handbuch der US-Armee

Reiseführer für die nächste Invasion: WikiLeaks veröffentlicht Nordkorea-Handbuch der US-Armee
Ein US-Soldat studiert eine Karte; Latvia, 6. September 2016.

In praktischer Taschenbuchgröße wird das Handbuch des amerikanischen Verteidigungsministeriums als Einführung zu Nordkorea angepriesen. Das Handbuch ist eines von Vielen, die den Marine Corps bei ihrer Orientierung in Nordkorea für den Fall des Kriegseintritts Unterstützung bieten soll.

WikiLeaks veröffentlichte ein Handbuch für den Krieg der Zukunft. Es ist eine Einführung in die Welt Nordkoreas aus Sicht der Amerikaner. Der Stand aber ist allerdings von 1997. Das taschenbuchgroße Informationsbuch beginnt mit einer kurzen politischen und ökonomischen Einführung und geht dann in eine Beschreibung der nordkoreanischen Infrastruktur zu Straßen, Wasserverbindungen, Leitungen, Häfen und Flughäfen über.

Es folgen Kapitel zu Militäreinheiten und Struktur, Kriegsgerät. Im Anhang gibt es weitere Informationen zu sonstigen Gefahren, Verhaltensweisen und Elemente, die man in jedem Reiseführer finden könnte und der Orientierung in einem fremden Land dienen.

Zum kulturellen Hintergrund heißt es:

„Die Nordkoreaner sind eine Gesellschaft mit gemischten altertümlichen, indigenen Traditionen mit einem System der totalitären Ideologie, die die Sowjetunion Endes des Zweiten Weltkriegs dem Land aufbürgte.“

Bis zum Kommunismus hätten die Menschen in einer homogenen und friedlichen Gesellschaft gelebt.

„Die Durchschnittsperson ist ahnungslos, was in der Welt draußen geschieht.“

Dies widerspricht den Aussagen des letzten Überläufers, Thae Yong-ho, der als Botschafter Nordkoreas in London abgestellt war und sich gegen seine Heimat wandte. Er selbst berichtete, dass auf dem Schwarzmarkt Nordkoreas südkoreanische und chinesische Popkultur, wie auch Fernsehserien beliebt seien.

Yong-ho hätte durch die verbotenen Medien erst gelernt, was Demokratie sei. Die Nordkoreaner bedienen sich chinesischer Mobiltelefone und Laptops, wie auch ausländischer Compu