Mit Tierschutz ist es in der BRD nicht weit her. Zahlreiche Tiere müssen in den Laboren großer Firmen für Experimente herhalten und sterben am Ende oft qualvoll. Vor wenigen Jahrzehnten war das allerdings noch anders. Adolf Hitler höchstselbst drängte schon kurz nach seiner Machtübernahme auf ein entsprechendes Gesetz zum Wohle der Tiere.
Von Chris Heller
Für Mahatma Ghandi war die Sache klar: “Die Größe und den Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.” Und Ghandi hatte Recht. Im Gegensatz zu heute war Deutschland in den 30er Jahren der Fahnenträger von Fortschritt und Humanität. Denn nirgendwo auf der Welt wurde zu dieser Zeit der Tierschutz so groß geschrieben wie im Deutschen Reich.
Dass die Menschen noch vor nicht allzu langer Zeit mit mehr Verstand gesegnet waren, als es heute der Fall ist, zeigt schon die Tatsache, dass bereits in der Weimarer Republik Vereine gegründet wurden, die sich dem Tierschutz verpflichtet fühlten. Viele Menschen protestierten dagegen, dass Tiere bei Forschungen zu industriellen Zwecken – oftmals ohne jede Betäubung – gequält wurden. Sie lehnten Tierversuche („Vivisektion“) entschieden ab. Von Seiten der Politik jedoch wurde damals wenig getan. Das änderte sich erst Jahre später.
Mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler am 30. Januar 1933 rückte der Tierschutz erstmals in den Fokus der Regierung. Es mag auch daran gelegen haben, dass Hitler selbst Vegetarier gewesen ist. Auch Propagandaminister Joseph Goebbels sah im Verzehr von Fleisch “die Perversion des modernen Menschen” und setzte sich zum Wohle von Tieren ein. Schon zehn Wochen nach der Machtergreifung beschloss Hitlers Kabinett, ein Reichstierschutzgesetz ausarbeiten zu lassen. Beauftragt mit den Vorarbeiten wurde der NSDAP-Reichsinnenminister Wilhelm Frick.
Hermann Göring, preußischer Ministerp










