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Angebliche Festnahme in London: So dreist verarscht Identitären-Chef Martin Sellner die Öffentlichkeit

Angebliche Festnahme in London: So dreist verarscht Identitären-Chef Martin Sellner die Öffentlichkeit
PR-geil bis in die Haarspitzen: Martin Sellner, selbsternannte Chef der Identitären Bewegung Österreich

Gestern Nachmittag platze die Nachricht an die Öffentlichkeit, wonach Martin Sellner, der selbsternannte Chef der Identitären Bewegung Österreich, bei der Einreise am Flughafen London Luton angeblich festgenommen worden ist. Neben zahlreichen Artikeln im linksgrünversifften Mainstream, die kübelweise Schadenfreude über Sellner auskippten, empörten sich vor allem auch die alternativen Medien über die Festnahme. So schreibt das COMPACT-Magazin:

„Martin Sellner ist ein gebranntes Kind, wie man so schön sagt. Jetzt gibt es in dieser Chronologie der Unterdrückung einen neuen Höhepunkt. Er und seine Freundin, die Autorin und Aktivisten Brittany Pettibone, sollen seit zwei Tagen in der Transitzone des London-Luton-Airport festgehalten werden“

Die EpochTimes berichtet:

„Martin Sellner, der Co-Sprecher der Identitären Bewegung Österreichs und Brittany Pettibone sind – wie „Die Tagesstimme“ meldet – am Flughafen London-Luton festgenommen worden. Sellner sollte am Sonntag eine Rede in der britischen Hauptstadt halten zum Thema: Redefreiheit.“

Auf PI-News liest man:

„Der Co-Sprecher der Identitären Bewegung Österreichs, wurde am Flughafen London-Luton festgenommen. Er hätte am Sonntag eine Rede in der britischen Hauptstadt halten sollen. Sellner befindet sich derzeit in einem Anhaltezentrum. Dort ist er gemeinsam mit straffälligen Personen untergebracht, die auf ihre Ausweisung warten.“

Martin Sellner äußert sich zu dem Vorfall wie folgt:

„Dass das Vereinigte Königreich den Einwanderern seine Grenzen öffnet, aber gleichzeitig kritische Meinungen aussperren will hilft nur dem Wachstum der schweigenden Mehrheit, die mit dieser Politik der Regierung nicht übereinstimmt.“

Sellners Geschichte ist gelogen

Die Mühe, Sellners Angaben zu überprüfen, hat sich keines der benannten Medien gemacht. Denn eine kurze Recherche hätte belegt, dass Martin Sellner die deutsche Öffentlichkeit offenbar zu PR-Zwecken missbraucht und dreist belügt. Wir haben mit einem Piloten gesprochen, der mehr als 12.000 Flugstunden auf dem Buckel hat und als Fluglehrer und Sachverständiger tätig war. Gegenüber anonymousnews.org teilt dieser auf Anfrage mit:

„Es geht mir nur um eine faktische Darstellung des Umgangs mit einem Einreiseverbot. Ich will und kann keine Wertung abgeben ob die Erteilung zu Recht erfolgte oder nicht. UK ist kein Schengen-Staat. Es erfolgen daher bei der Ausreise aus Österreich Passkontrollen. Besteht ein Einreiseverbot, wird dieses im sogenannten PNR-System (Passenger Name Record und Advanced Passender Data) vermerkt. Dies wurde Herrn Sellner bei der Ausreise am Flughafen in Österreich zu 99,9% mitgeteilt. Da aber kein Ausreiseverbot bestand konnte der österreichische Grenzbeamte bei der Passkontrolle Herrn Sellner die Ausreise auch nicht verweigern.“

Daraus resultieren nun zwei Möglichkeiten: 1. Martin Sellner dachte sich „wird schon nichts passieren“, was einer ziemlich dummen und arroganten Einstellung gleichkommt, oder 2. er wusste genau was passieren wird, nahm dies billigend in Kauf, um sich im Nachgang PR gerecht in Szene setzen zu können. Letzteres ist immerhin schon aufgegangen. Neben sämtlichen Mainstream-Medien wird die getürkte Geschichte über die Festnahme auch flächendeckend und öffentlichkeitswirksam von den alternativen Medien weiterverbreitet.

Angemerkt sei auch, dass sich Martin Sellner entgegen seinen Angaben unmöglich über drei volle Tage hinweg in einer Zelle oder gar in einem Gefängnis befand. Die britischen Behörden verweigerten ihm nach Punkt 7 des Anti-Terrorgesetzes die Einreise „wegen mutmaßlichem Rassismus“. Die BBC erläutert besagten Punkt 7 des Gesetzes wie folgt:

„Die Polizei des Vereinigten Königreichs Passagiere an Häfen, Flughäfen und internationalen Bahnhöfen anhalten, überprüfen und durchsuchen. Im Gegensatz zu gewissen anderen polizeilichen Befugnissen, jemanden anzuhalten und zu untersuchen, gibt es für einen Beamten hier nicht die Erfordernis eines ‚ begründeten Anfangsverdachts‘, dass jemand an Terrorismus beteiligt ist, bevor man ihn stoppt. Ein Passagier kann bis zu neun Stunden zur Befragung festgehalten werden. Inhaftierte müssen ‚dem ermittelnden Beamten jede verfügbare Information geben, die der Beamte haben will‘.“

Sellner und seine Lebensgefährtin waren also nach spätestens 9 Stunden wieder frei und konnten sich bis zur Abreise heute nach Wien völlig unbehelligt im Transitbereich des Londoner Flughafens bewegen, d.h. einkaufen gehen oder in einem Restaurant bei einem guten Glas Rotwein gemütlich auf den Rückflug warten.

Sollten sich die britische Behörden erkundigen, ob Martin Sellner bei der Ausreise durch die österreichische Behörden von dem Umstand eines bestehendes Einreiseverbots informiert wurde, dann würde das sogar ein Anklage in Großbritannien nach sich ziehen. Sellner selbst scheint die strafrechtlichen Konsequenzen gelassen zu sehen. Er freut sich über seinen zusammen gelogenen PR-Coup und lässt sich bei seiner Rückkehr am Wiener Flughafen von vorab bestellten Anhängern und Groupies der Identitären feiern:

http://www.youtube.com/watch?v=sfOYDurWhaA

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