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Burewestnik und Poseidon sind Waffen der Deeskalation

Burewestnik und Poseidon sind Waffen der Deeskalation
Erprobung des Marschflugkörpers mit Nuklearantrieb "Burewestnik", 19. Juli 2018.

Die Tests neuer Waffentypen gehören nicht nur zu den notwendigen Elementen des Militäraufbaus, sondern sind auch ein Signal an die Opponenten Russlands, welche Konsequenzen ihre Eskalationspolitik haben könnte.

von Boris Dscherelijewski

Nach der Testdurchführung des neuesten russischen Marschflugkörpers “Burewestnik” demonstrierte die westliche Propaganda offensichtliche Verwirrung und wusste nicht, wie sie das Geschehen kommentieren sollte.

Nach einiger Zeit veröffentlichten die westlichen Medien Expertenmeinungen: Sie bezeichneten diese Rakete nicht mehr als “Cartoon”, wie 2018, als sie erstmals vorgestellt wurde, sondern behaupteten, dass es sich um eine “eher politische Waffe” handele, die auf “veralteten und ineffizienten Technologien aus den 1950er Jahren” basiere.

Doch diese “Expertenmeinungen” stoßen selbst beim westlichen Publikum auf Skepsis: Ihre Begründung ist nämlich höchst zweifelhaft. So wurden insbesondere die von den “Experten” vorgebrachten Behauptungen über zwangsläufige “radioaktive Spuren”, die angeblich den Standort der Rakete verraten würden, von einer Vertreterin der norwegischen Strahlenschutzbehörde widerlegt: Sie wies darauf hin, dass die Strahlenwerte nach dem Test am 21. Oktober nicht angestiegen seien.

Noch verstärkt wurde der durch den “Burewestnik” erzielte Effekt durch die Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin über den erfolgreichen Test der Unterwasserdrohne “Poseidon” mit nuklearem Antrieb und thermonuklearer Sprengladung. Besondere “Dramatik” verlieh der Rede des russischen Präsidenten die Tatsache, dass sein US-amerikanischer Amtskollege nur einen Tag zuvor die unglaubliche Macht und Unverwundbarkeit der US-Marine betont hatte ‒ vermutlich ahnte er dabei noch nicht, dass seine Behauptungen innerhalb von 24 Stunden widerlegt werden würden.

“Burewestnik” und “Poseidon” sind nicht nur neue Waffen. Vielmehr handelt es sich um eine echte “Revolution”, die über die Grenzen des Militärwesens hinausgeht. Die Äußerung Wladimir Putins, dass noch nicht ganz klar sei, welcher Waffenklasse diese Neuheiten des heimischen militärisch-industriellen Komplexes überhaupt zuzuordnen seien, war keinesweg