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Energiekrise durch Dürre: In Osteuropa wird der Strom knapp

Energiekrise durch Dürre: In Osteuropa wird der Strom knapp
In Ungarns Hauptstadt Budapest fiel der Pegel der Danu auf einen historischen Tiefststand.

In mehreren Ländern Osteuropas wird wegen der niedrigen Wasserstände der Donau der Strom knapp, weil Atomkraftwerke nicht mehr ausreichend gekühlt werden können und deshalb abgeschaltet werden müssen. In Rumänien wurde deswegen bereits der Alarmzustand ausgerufen. Steht Europa kurz vor einem Kollaps der Energienetze?

von Alexander Temnov

Die ungewöhnliche Hitze stellt die europäischen Länder weiterhin auf eine harte Probe. Während einige Staaten mit großen Waldbränden zu kämpfen haben, leiden andere unter dem sinkenden Wasserstand in den Flüssen.

So ist der Wasserstand der Donau aufgrund der ungewöhnlichen Hitze und Dürre in Mitteleuropa auf den niedrigsten Stand seiAt Beginn der Aufzeichnungen gesunken. Dies droht zur Abschaltung von zwei Kernkraftwerken, zum Zusammenbruch der Logistikketten und zu einer Energiekrise zu führen.

Ungarn: Abschaltung von Kernkraftwerken

Am 30. Juni wurde in Ungarn ein absoluter Temperaturrekord seit Beginn der regelmäßigen Wetterbeobachtungen im Jahr 1870 gemessen. Nach Angaben des ungarischen Wetterdienstes HungaroMet wurden in der Ortschaft Széchenyi (Komitat Nógrád) im Norden des Landes 42 Grad Celsius gemessen. Etwa zur gleichen Zeit gab es beunruhigende Meldungen, dass das Kernkraftwerk „Paks“ in Ungarn seine Stromerzeugung aufgrund des Anstiegs der Wassertemperatur in der Donau gedrosselt habe. Der Energiekonzern MVM, der das Kraftwerk betreibt, erklärte, dass Flusswasser zur Kühlung der Kernreaktoren verwendet werde.

Auf das Kernkraftwerk entfällt die Hälfte der gesamten Stromerzeugung und ein Drittel des Stromverbrauchs in Ungarn. Bereits Ende Juli wurde bekannt, dass die Stromerzeugung in einem Reaktorblock eingestellt wurde. Zudem erklärte Energieminister István Kapitány, dass das Stromversorgungssystem des Landes zwa