Russlands Verteidigungsministerium hat den Extremistenkämpfern in Syrien den Einsatz von Chlor und weißem Phosphor im Südwesten der syrischen Stadt Aleppo nachweisen können, wie der Sprecher der Verteidigungsbehörde, Generalmajor Igor Konaschenkow, mitteilte.
„Im Bezirk 1070 am südwestlichen Stadtrand von Aleppo haben Experten des russischen Verteidigungsministeriums neun entnommene Proben – aus Fragmenten eingesetzter Minen, Minentrichtern und deren Umgebung – per Schnellanalyse überprüft. Dabei hat sich der Einsatz von mit Chlor und weißem Phosphor gefüllten Geschossen bestätigt“, so Konaschenkow.
Russische Militärexperten waren Anfang November in Aleppo eingetroffen, um in dem Stadtgebiet, wo die radikal-islamistischen Kämpfer Chemiewaffen eingesetzt hatten, Proben zu entnehmen. Zusätzlich seien, so Konaschenkow, bei vier Syrern, die bei dem Chemiewaffenangriff verletzt worden waren, Proben für erweiterte Analysen in Speziallaboren entnommen.
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Die eigentlich für derartige Fälle zuständige Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat laut Konaschenkow derweil noch immer keine Experten nach Aleppo entsandt – ungeachtet einer offiziellen Einladung zur Zusammenarbeit: „Obwohl das einzelne Vertreter der OPCW nicht daran hindert, aus der Ferne Behauptungen aufzustellen und die Tatsachen des Einsatzes von Chemiewaffen in Aleppo gegen die Zivilbevölkerung nicht anzuerkennen“, kritisiert der Sprecher.
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