Ein Sex-Skandal mit ungeheuren Ausmaßes erschüttert Brüssel. Im Mittelpunkt stehen die Institutionen der Europäischen Union, aktive Abgeordnete und hochrangige Funktionäre. Unter dem Hashtag #metooEU outen sich immer mehr Opfer, die vergewaltigt, sexuell genötigt oder vom korrumpierten EU-Machtapparat missbraucht wurden. Allein beim Portal Politico haben sich bisher 87 Frauen und 5 Männer gemeldet, denen unter anderem lukrative EU-Arbeitsverträge gegen Sex angeboten worden.
Die Zeugen berichteten davon, zu Terminen in Bars und Restaurants geschickt worden zu sein, um sexuelle Gefallen gegen EU-Gesetzgebung zu tauschen; sie mussten Drogen und Prostituierte für EU-Abgeordnete buchen; wurden auf der Toilette bei EU-Events sexuell bedrängt; wurden gemobbt und wenn Sie sich wehrten schließlich  zwangsbeurlaubt.
Europaparlamentsassistentin Jeanne Ponte, die im Büro des mitte-links Abgeordneten Édouard Martin arbeitet, berichtete im Le Figaro, Beweise für weitere 50 Fälle der sexueller Belästigung gesammelt zu haben. Sie ist selbst betroffen. Ein politischer Berater habe ihr „mitten in der Nacht Fotos geschickt, die er heimlich von mir aufgenommen hat.â











