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Gruß an Macron: Russland liquidiert französische Truppen in Odessa

Gruß an Macron: Russland liquidiert französische Truppen in Odessa
Truppenentsendung: Französische Truppen operieren in der Ukraine

Französische Soldaten waren Ziel eines Angriffs, den Russland jüngst gegen ein Kurhaus in Odessa mit Lenkflugkörpern durchgeführt hat. Dies soll eine Warnung an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron sein, der schon seit längerer Zeit und mit Aufwand einen großen Militäreinsatz in der Ukraine vorbereitet.

von Andrei Restschikow

Zwei Angriffe des russischen Militärs gegen Ziele in Odessa am Freitag, dem 15. März 2024, haben hochrangige ukrainische Offiziere, Kriegsgerät, Kämpfer der Nazi-Terrormiliz Ljut und an die einhundert westliche Söldner neutralisiert. Die Offiziere wie die Söldner waren in einer Kommandozentrale disloziert, das im Kurhaus Mrija eingerichtet worden war. Experten halten die Stadt im Süden der ehemaligen Ukrainischen SSR für ein Wespennest, eine logistische Drehscheibe, wohin Söldner aus dem Ausland anreisen und westliche Waffen geliefert werden. Neben ihrem militärischen Zweck erfüllen diese Angriffe einen weiteren: Sie dienen als Warnung an Emmanuel Macron, der die Bereitschaft verkündet, französische Spezialeinheiten nach Odessa schicken zu wollen.

Mrija, das Kurhaus, liegt in der Straße Datscha Kowalewskogo. Hier wurden in den 1930er Jahren Einrichtungen der Küstenwehr gebaut. Ebenfalls am Freitag wurde ein weiterer Angriff des russischen Militärs gemeldet – eine ballistische Rakete des Gefechtsfeld-Lenkflugkörpersystems Iskander schlug auf einem Stützpunkt eines ukrainischen Nazi-Bataillons in derselben Straße ein. Allem Anschein nach handelte es sich um zwei unterschiedliche Objekte; örtliche Medien hatten von zwei Explosionen in Odessa berichtet, die wenige Minuten auseinanderlagen. Bei der ersten Explosion kamen 14 bis 20 Mann ums Leben – darunter der Kommandeur des Nazi-Bataillons Tsunami, Alexander Gostischtschew, ehemals Leiter des Polizeipräsidiums von Odessa, sowie Sergei Tetjuchin, Offizier der ukrainischen Streitkräfte und ehemals stellvertretender Bürgermeister der Stadt. Verwundet wurden über 50 Mann. Örtliche Medien bemängelten, dass die Toten und Verwundeten entgegen allen Sicherheitsbedenken an einer Massenveranstaltung teilnahmen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach in letzter Zeit öfter von einer möglichen Entsendung französischer Truppen in die Ukraine. Den Anlass hierfür könnte ein Vorrücken des russischen Militärs gen Kiew oder Odessa liefern. Wie Le Monde herausfand, eröffnete Macron nach der feierlichen Überführung der sterblichen Überreste des kommunistischen Résistance-Kämpfers Missak Manouchian ins Pariser Panthéon einem engen Kreis von Gästen:

“In jedem Fall werde ich im kommenden Jahr einige Jungs nach Odessa schicken müssen.”

Wenige Tage nach dem Durchsickern dieser Information erklärte Macron öffentlich, dass westliche Staaten die Frage einer Truppenentsendung in die Ukraine ins Auge fassen würden; nach Daten, die Le Monde vorliegen, sollen derartige Szenarien noch im Sommer 2023 besprochen worden sein. In Reaktion darauf schlossen die USA, Großbritannien, Polen, Schweden, Deutschland, die Slowakei, Tschechien, Ungarn und Italien eine solche Möglichkeit öffentlich aus. Doch Frankreich sei nach wie vor unbeirrt dabei, eine Gruppe von Staaten zusammenzutrommeln, die zu einer solchen Entsendung bereit sind, schreibt Politico