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Wadephul in Israel: „Volle Solidarität!“

Wadephul in Israel: „Volle Solidarität!“
Außenminister Johann Wadephul in Israel.

Millionen ermordete Zivilisten in Gaza, im Libanon, in Syrien und im Jemen. Während Israel den Nahen Osten in Schutt und Asche legt, hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul offenbar nichts besseres zu tun, als nach Tel Aviv zu fliegen und den Juden im Namen des deutschen Volkes die volle Solidarität für ihre Verbrechen zuzusichern.

von Jürgen Hübschen

Als erster Außenminister eines EU-Mitgliedslands hat der deutsche Außenminister Wadephul nach Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs der USA und Israels gegen den Iran am 10. März 2026 den Staat Israel besucht. Aus Sicherheitsgründen war Wadephul nicht mit einer Maschine der Flugbereitschaft, sondern mit einem Transportflugzeug der Luftwaffe vom Typ A-400 M geflogen. Die Fotos zeigten den Minister im rückwärtigen Bereich des Cockpits mit einer Splitterschutzweste.

Er hat gegenüber seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saár die Solidarität Deutschlands in diesem Krieg versichert. Gleichzeitig hat er seine Sorgen geäußert, was die Ausweitung des Krieges angeht, dass er möglichst bald beendet werden müsse, dass man über diesen Krieg die Not der Menschen in Gaza nicht aus den Augen verlieren dürfe, dass es ein Fehler der Hisbollah gewesen sei, sich an diesem Krieg zu beteiligen, dass die Gewalt der Siedler gegenüber den Palästinensern im Westjordanland aufhören müsse, dass die israelischen Siedlungsaktivitäten und eine Annexion des Westjordanlandes nicht akzeptabel seien und was man sonst noch alles als deutscher Politiker bei einem Besuch in Israel sagen muss, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass man einen zu einseitigen und zu engen Blick auf die aktuelle Lage hat.

Wadephul stimmte seinem israelischen Amtskollegen, was die weitere Dauer des Krieges angeht, mit den Worten zu: „Müssen uns noch auf eine gewisse Zeit einrichten“ und widersprach damit dem US-Präsidenten, der behauptete, der Krieg werde „bald, sehr bald beendet“ und hinzugefügt hatte „Wir haben in vielerlei Hinsicht gewonnen.“ 

Wadephul besuchte – auffallend jetzt ohne Splitterschutzweste…-  mit Saár die angebliche Einschlagstelle einer iranischen Rakete und sprach mit einer Frau, die nach eigener Aussage bei diesem Anschlag ihren Mann verloren hatte. Der Außenminister sagte nichts zur Völkerrechtswidrigkeit der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran.

Bewertung des Besuchs

 Der Flug des Außenministers nach Israel war ein Solidaritätsbesuch zur Unzeit. Durch die Berichterstattung entstand zusätzlich der Eindruck, dass der deutsche Außenminister auch das persönliche Risiko in Kauf genommen hat, um zu demonstrieren, dass Deutschland auch in der Gefahr an der Seite Israels steht. Der Flug mit einer Militärmaschine und das Tragen einer Splitterschutzweste in der A-400 M sollten das unterstreichen. Leider wurde dieser Eindruck dadurch konterkariert, dass der Minister während des Besuch der angeblichen Einschlagstelle einer iranischen Rakete auf eine solche Weste verzichtete. Insgesamt wurde durch diesen „Lokaltermin“ der Eindruck erweckt, dass Israel einmal mehr unter den Angriffen seiner Feinde leidet. Dabei muss man doch klarstellen, dass Israel den Iran angegriffen hat und nicht umgekehrt. Die gezeigten Gebäude wären nicht zerstört worden und die israelische Frau hätte ihren Mann nicht verloren, wenn die USA und Israel nicht am 28. Februar 2026 völkerrechtswidrig den Iran angegriffen hätten.

Diesen Angriff hat übrigens der amerikanische Präsident in einem aktuellen Interview mit dem US-Sender CBS wie folgt beschrieben: Nach dem Bombardement von 5.000 Zielen, seien d