Meinung

Abgesang: Tschüss, Facebook!

Abgesang: Tschüss, Facebook!
Die Ära Mark Zuckerberg ist vorbei: Das soziale Netzwerk Facebook verliert immer mehr Mitglieder

Nachdem ich mich, wie viele andere kritische Geister auch, ständig den unterschiedlichsten Schikanen seitens Facebook und den dort agierenden Medien ausgesetzt sah, zog ich die Notbremse und habe mich aus dem Netzwerk verabschiedet. Schluss, aus und vorbei. Und wissen sie was? Es war eine Befreiung!

von Helena Zeus

Jahrelang war ich täglich auf Facebook unterwegs, begeistert davon, so viele Informationen in geballter Form zu erhalten. Gerade in der Anfangsphase genoss man es mit Freunden und Bekannten auf der ganzen Welt , die man lange aus den Augen verloren hatte, zu kommunizieren oder auf politischen Seiten heftig über Themen zu diskutieren, die man als wichtig erachtete. Für mich war Facebook erklärtes Lieblingsmedium der sozialen Medien; Instagram oder Twitter waren für mich nie eine Alternative. Instagram fand ich langweilig, Twitter zu stressig, die Apps der beiden Zeitfresser hatte ich schnell wieder gelöscht und nie vermisst. Ich widmete mich lieber Facebook und seinem schier unerschöpflichen Angebot an Informationen.

Aber auch das ist jetzt vorbei. Ich habe mich von Facebook verabschiedet und es ist wie eine Befreiung. Nachdem ich mich, wie viele andere kritische Geister auch, ständig den unterschiedlichsten Schikanen seitens Facebook und den dort agierenden Medien ausgesetzt sah, zog ich die Notbremse. Dieser Konzern soll durch mich keinen Cent mehr verdienen. Und ich hoffe, dass es immer mehr werden, die diesem sozialen Medium den Rücken kehren. Das Realisieren der Sinnlosigkeit, sich auf Facebook zu engagieren, entwickelte sich schleichend.

NGOs wie „Seawatch”, „SOS Balkanroute”, islamische Seiten, die Grünen und viele ihrer Protagonisten hatten mich recht schnell gesperrt, sobald ich ihre Aktivitäten kritisch, aber in der Regel sachlich, kommentiert hatte. Später folgten „taz“, „Spiegel”, „Tagesspiegel” und andere – vor allem linke – Medien. „Tagesschau” und ZDF sperrten mich nicht, aber löschten mit Inbrunst nach kurzer Zeit meine Kommentare, die nicht ihrer Ideologie entsprachen, aber regelmäßig viel Zustimmung erfuhren.

Viele starben den „Facebook-Tod“

Ohne Skrupel wird so regelmäßig mit einer großen Zahl von Kommentaren verfahren, bis nach kurzer Zeit die Kommentarlage unter den Artikeln der Mainstreammedien weitgehend mit der Meinung des jeweiligen Ursprungsartikels übereinstimmt; die Online-(Zensur)-Redaktionen leisten da stets ganze Arbeit. Dieser subtilen Meinungsmache wollte ich mich nicht länger aussetzen und habe daher ein Mainstreamangebot nach dem anderen deabonniert. Im Laufe der Zeit verlor ich so nicht nur ein vermeintliches Informationsmedium nach dem anderen, sondern es verschwanden auch immer mehr meiner Freunde, interessante Profile, die oft engagiert und gestochen scharf den Irrsinn unserer Zeit analysiert hatten. Sie wurden von Facebook medial kalt gestellt beziehungsweise mundtot gemacht, starben also häufig den „Facebook-Tod“.

Auch mir machte Facebook das Leben gezielt schwer. Meine eigenen Kommentare wurden seitens Facebook aus fadenscheinigen Gründen immer wieder willkürlich gelöscht und häufig erst nach „Überprüfung“ Tage später wieder freigeschaltet, denn es gab niemals wirklich einen triftigen Grund, die Kommentare zu löschen. Vor allem wenn Wahlen in Sichtweite kamen, wurde ich gerne vorübergehend gesperrt, bis ich, kaum war die Wahl vorüber, wieder freigeschaltet wurde. Bevor auch ich von Facebook medial „getötet“ würde, habe ich daher nun selbst die Konsequenzen gezogen. Man könnte jetzt der Meinung sein, dass das einer Kapitulation gleichkäme und ich damit genau so reagiere, wie es ja gewollt ist. Tatsächlich sehe ich es jedo