Meinung

Friedrich Merz auf dem Weg zum Kanzler der Grünen

Friedrich Merz auf dem Weg zum Kanzler der Grünen
Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Friedrich Merz (CDU)

Deutschland wurde von der Ampel in die Habeck-Rezession getrieben und dürfte bald in die Habeck-Depression abstürzen – auch und vor allem mit einem Kanzler Friedrich Merz. Die unterstellte wirtschaftliche Kompetenz hat Merz mit seinen Drohungen gegen das Tesla-Werk nun selbst ad absurdum geführt.

von Klaus-Rüdiger Mai

Friedrich Merz brennt vor Ehrgeiz. War Angela Merkel die beste Kanzlerin, die die Grünen je hatten, so versucht Friedrich Merz sie hierin zu übertreffen. Koste es Deutschland, was es wolle. Im Gespräch mit dem Wall Street Journal am 13. Februar in Neubrandenburg für die Druckausgabe vom 14. Februar drohte Merz nun Elon Musk mit Konsequenzen, „weil er über seine Social-Media-Plattform ‚X‘ die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) unterstützt habe“, schreibt das Wall Street Journal. Merz wörtlich: „Was in diesem Wahlkampf passiert ist, kann nicht unwidersprochen bleiben.“ Ob sich die Konsequenzen auch auf das Tesla-Werk in Brandenburg beziehen, wollte Merz „vorerst bewusst“ offenlassen.

Deutschland wurde von der Ampel in die Habeck-Rezession getrieben und dürfte nun von der Brandmauer-Oligarchie in die Habeck-Depression gestürzt werden – auch und wohl vor allem mit einem Kanzler Friedrich Merz. Die unterstellte wirtschaftliche Kompetenz hat Merz mit seinen Drohungen gegen das Tesla-Werk nun selbst ad absurdum geführt. Im Jahr 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft um -0,2 Prozent, was Merz anscheinend nicht bewusst ist. Die SPD und vor allem Brandenburgs sozialdemokratischer Ministerpräsident Dietmar Woidke verkündeten mit stolz geschwellter Brust, dass im Gegensatz zum Bundestrend das Bundesland Brandenburg ein Wirtschaftswachstum von +1,4 Prozent vorweisen kann. Doch das Wunder von Brandenburg beruht einzig und allein auf Musks Tesla-Werk in Grünheide. Brandenburg bildet die Ausnahme vom Bundestrend nur durch Elon Musks Tesla-Werk. Nun macht Merz politisch Druck gegen Brandenburgs Wirtschaftsmotor. Sollten die CDU-Wähler nicht nur im Osten wissen. So weit gehen nicht einmal die Grünen.

Doch Merz polterte sich in den Jargon der Verschwörungstheoretiker hinein: „Es handelt sich um Wahlkampfunterstützung. Ob es auch eine wirtschaftliche Ersparnis oder sozusagen eine Unterstützung der AfD darstellt, muss untersucht werden.“ Wer soll das untersuchen, der Generalstaatsanwalt der DDR?

Mehr noch framt Merz bis zur Unwahrheit, wenn er behauptet: „Dass jemand von außerhalb Europas auf diese Weise in einen nationalen Wahlkampf eingreift, ist neu.“ Interessant ist, dass der Großeuropäer Merz plötzlich das Attribut „national“ verwendet, wie es halt passt, doch hat er vergessen, wie die Große Koaliti